LEIDER AUSVERKAUFT! - Weinpaket Pfälzer Piwis

Robuste Rebsorten, Weine der Zukunft oder Piwis (pilzwiderstandsfähige Reben): Ganz gleich, wie man sie nennt, die sechs Weine in unserem Paket „Pfälzer Piwis“ machen ganz einfach Lust auf mehr. Fünf Weißweine und eine Rosé-Cuvée sind genau das Richtige für den Grillabend im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Christine Freund-Grieger stellt die Weine aus sechs Betrieben im Detail vor.


Spannende Entdeckungsreise

Sauvignac, Souvignier Gris oder Soreli. Noch ungewohnte Rebsorten wecken die Neugier der Weinfreunde. Und gleichzeitig sorgen sie für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse.

Für Christine Freund-Grieger gehören sie mittlerweile einfach mit dazu: die robusten Rebsorten. Am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt arbeitet sie an einem Forschungsprojekt über neue Rebsorten mit.

Bei Christine Freund-Grieger, die aus einer Bad Dürkheimer Winzerfamilie stammt, dreht sich auch sonst vieles um Wein. So organisiert die Absolventin des englischsprachigen Studiengangs MBA of Wines, Sustainability and Sales am Weincampus Neustadt regelmäßig Events, Proben und Touren (erlebe-die-pfalz.de).

Nicht zuletzt ist sie auch für VielPfalz als Autorin aktiv. In dieser Ausgabe der VielPfalz beschreibt sie zum Beispiel, wie sich Piwis in der Pfalz behaupten.

VielPfalz-Autorin Christine Freund-Grieger arbeitet am Diesntleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt an einem Forschungsprojekt über neue Rebsorten mit. Foto: Dostal

Für das VielPfalz Weinpaket "Pfälzer Piwis" hat die Weinenthusiastin folgende Piwis ausgewählt:

2019 Cabernet blanc, Dürkheimer Nonnengarten, trocken
Weingut Mesel, Bad Dürkheim

2020 Soreli Ungsteiner Kobnert
Weinwelt Herrenberg-Honigsäckel eG/Bad Dürkheim-Ungstein

2020 Sauvignac trocken
Weingut Werner Anselmann, Edesheim

2019 Sternstunden Souvignier Gris trocken
Weingut Merkel, Kleinniedesheim

2019 cuvée Rosé trocken
Weingut Porzelt, Klingenmünster

2020 Muscaris Edition Papillon
Weingut Schwarztrauber, Neustadt-Mußbach

HIER geht es zu der ausführlichen Piwi-Weinbeschreibung

Die Weingüter stellen sich vor

Weingut Mesel: Lebensfreude auf neuen Pfaden

Klaus und Stefan Mesel zeichnet zusammen mit ihrem Team schon immer großes Interesse an weinbaulichen und oenologischen Innovationen aus. Das Weingut gehört zu den traditionsreichsten Selbstvermarktern der Kurstadt Bad Dürkheim. Dennoch bleiben die Mesels nie am Gestern hängen und arbeiten ständig daran, den eigenen Horizont zu erweitern.

Seit über zehn Jahren hat deshalb mit dem Cabernet Blanc auch eine Piwi-Rebsorte ihren festen Platz im breiten Sortenspektrum des Weinguts. Die Lebensfreude und die künstlerische Ader der Familie ist nicht nur bei Weinproben spürbar, sondern ziert auch Etiketten und Ausstattung des Weinguts mit diversen Skulpturen. Neue Rebsorten sind für den Familienbetrieb Mesel eine spannende Perspektive, um Weinfreunde mit tollen Innovationen zu erfreuen.

Weingut Mesel, Am Neuberg 8, 67098 bad dürkheim, Tel. 06322 1331, mesel.de

(Foto: Weingut Mesel)

Weinwelt Herrenberg-Honigsäckel eG: Die Vielfalt aus einer Hand

Mit 165 Hektar Rebfläche gehört die Genossenschaft zu den kleinen, aber feinen Kooperativen der Pfalz. Sechs Winzerfamilien bewirtschaften an den auslaufenden Haardthängen rund um Ungstein die beachtliche Anzahl von 40 verschiedenen Rebsorten. Darunter sind sowohl Pfälzer Klassiker als auch neu belebte historische Varietäten wie der Gänsfüßer und Weltenbummler wie Viognier oder Glera, die Rebsorte des Prosecco.

Seit 15 Jahren finden sich auch Piwis im Sortiment, darunter Hibernal und Soreli. Sie sind zwei Geheimtipps, die mehr als nur einen Probierschluck wert sind. Und den gibt es nur in Ungstein. Neue Rebsorten sind in der Winzergenossenschaft eine Innovation, besonders auch für diejenigen Weintrinker, die vermehrt nach aromatischen Weinen nachfragen.

Weinwelt Herrenberg-Honigsäckel eG, Weinstraße 12, 67098 Bad Dürkheim-Ungstein, Tel. 06322 94640, wg-ungstein.de

(Foto: WG herrenberg-honigsäckel eG)

Weingut Anselmann: Von der Pfalz hinaus in die Welt

Das Weingut Anselmann zählt mit rund 150 Hektar Anbaufläche zu den größten Weingütern der Pfalz. Mit einer Vielzahl von herausragenden und vielfältig ausgezeichneten Weinen bietet Familie Anselmann ein breites Angebot, das bei Weintrinkern in vielen Ländern der Welt beliebt ist. Auch bei internationalen Kultur- und Sportveranstaltungen wurden bereits Weine aus Edesheim kredenzt.

Auf etwa zehn Prozent der Fläche wachsen Piwi-Rebsorten, die das Bestreben nach einem nachhaltigen Weinbau und spannenden Weinen unterstützen. Wer möchte, kann diese gleich vor Ort zwischen Rosen, Oliven und Oleandern in der Straußwirtschaft „Brunnenterrasse“ genießen. Neue Rebsorten sind ein Weg, das Weingut mit nachhaltigem Handeln früh für die zukünftigen Herausforderungen bereit zu machen.

Weingut Werner Anselmann, Staatsstraße 58-60, 67483 Edesheim, Tel. 06323 94120, weingut-anselmann.de

(Foto: Weingut Anselmann)

Weingut Merkel: Experimentierfreudig und überzeugt

Das Weingut ganz im Norden der Pfalz ist seit 2014 Mitglied bei Bioland. Im Familien-Weingut findet man Weine mit Namen wie „Unbeschwert“ und „Unbesiegbar“. Die Sternstunden-Edition lädt zum Träumen ein. Mit Freude am Experimentieren, aber auch aus tiefer Überzeugung werden neue Weinberge ausschließlich mit robusten Rebsorten (Piwis) bestockt. Angefangen hat es 2003 mit Regent.

Inzwischen zählen auch Pinotin, Muscaris, Cabernet Blanc und Souvignier Gris zum Portfolio. Für Sonja und Andreas Merkel bieten sie beste Voraussetzungen, Pflanzenschutz zu reduzieren und dabei gute Qualität und Geschmack zu gewährleisten. Neue Rebsorten bieten neben der Vielfalt die Möglichkeit, nicht nur über Nachhaltigkeit zu reden, sondern sie auch im Weinberg konsequent zu leben.

Weingut Merkel, Großniedesheimer Straße 6, 67259 Kleinniedesheim, Tel. 06239 8665, weingut-merkel.de

(Foto: Weingut Merkel)

Weingut Porzelt: Retro und zukunftsweisend zugleich

Die größte Liebe gilt dem Silvaner, nicht nur eine Pfälzer Ur-Rebsorte, sondern auch eine Hommage an Senior Gerhard Porzelt, einem gebürtigen Franken. Für die beiden Betriebsleiter Anna und Andreas Porzelt bedeutet dies, auf die Kräfte und Gesetze der Natur zu vertrauen und hauptsächlich biologische Präparate und Extrakte einzusetzen. Der Anbau von Piwis startete 2015, das Portfolio und die Fläche wächst jährlich und ist für das Bioland-Weingut die Konsequenz der ökologischen Wirtschaftsweise.

Das Piwi-Projekt ist retro und zukunftsweisend zugleich: Neu gezüchtete Rebsorten in naturnaher Bewirtschaftung, gepaart mit minimalen Eingriffen in der Weinbereitung, Mehrwegflaschen und umweltfreundlichen Materialien. Neue Rebsorten sind für Porzelts das falsche Wort. Sie bleiben bei Piwis und stehen dazu.

Weingut Porzelt, Steinstraße 91, 76889 Klingenmünster, Tel. 06349 8186, weingut-porzelt.de

(Foto: Weingut Porzelt)

Weingut Schwarztrauber: Bio-Pionier lebt Nachhaltigkeit

Das Familienweingut ist eines der Pioniere des deutschen Bioweinbaus und bereits seit 1986 Mitglied im Verband Bioland. Ressourcenschonung, artenreiche Begrünungen und Förderung von Nützlingen bestimmen sehr das tägliche Tun und sind Ausdruck für konsequentes Streben nach Qualität. Inspiriert wurde die Philosophie durch Gerhard Schwarztraubers „Oma Sannche“, die nicht nur Kräuterhexe, sondern auch eine der ersten Vegetarierinnen Deutschlands gewesen ist.

Neue Rebsorten als Herausforderung sind die logische Konsequenz dieser Philosophie und ergänzen das Portfolio durch neue Geschmackserlebnisse. Im Weingut Schwarztrauber will man Piwis bekannt machen und Züchtungen voranbringen. Im Keller herrscht „kontrolliertes Nichtstun“ und die Weine bekommen als wichtigste Zutat: Zeit.

Weingut Schwarztrauber, lauterbachstraße 20, 67435 Neustadt-Mußbach, Tel. 06321 968561, schwarztrauber.com

(Foto: Weingut Schwarztrauber)

Piwis als Essenbegleiter

Da Wein und gutes Essen zusammengehören, macht Christine Freund-Grieger auch Vorschläge für gelungene Kombinationsmöglichkeiten.

Zum Start in einen schönen Abend schenkt sie als Aperitif einen Soreli von der Weinwelt Herrenberg-Honigsäckel aus.

Zum Souvignier Gris aus dem Weingut Merkel empfiehlt die Weinliebhaberin gegrilltes Sommergemüse mit Fleur de Sel und ein bisschen Thymian.

Bei der Gartenparty kann es dann mit Lachs vom Grill oder rosagebratenem Schweinefilet und einem Cuvée Rosé vom Weingut Porzelt weitergehen.

Zum Sauvignac aus dem Weingut Werner Anselmann serviert Freund-Grieger als Hauptgang eine Gemüselasagne mit Schweizer Käsehaube oder gebratenen grünen Spargel mit pochiertem Fisch.

Zum süßen Finale kommt ein Muscaris ins Glas, zu dem es Pannacotta mit Mus oder Ragout von der Ananas oder einen Blauschimmel- oder reifen Münsterkäse gibt. „Der Wein ist aber schon ein Dessert für sich“, fügt Freund-Grieger als Tipp für die, die es nicht so üppig mögen, mit einem Schmunzeln hinzu.

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