Sonntagstour – Rund um Limburgerhof

Ein Hauch Schottland: Ein Naturschutzprojekt bei Limburgerhof lädt Fußgänger und Radfahrer ein, mal eine Runde um Schottische Hochlandrinder zu drehen. Die Vierbeiner sind als Landschaftspfleger im Einsatz und echte Hingucker.


Die Schottischen Hochlandrinder prägen das Landschftsbild am Rande von Limburgerhof und sind beliebte Fotomotive. Foto: Ute Günther

 

Eine Sonntagstour für Fußgänger und Radfahrer

An Schottisches Hochland erinnert dieser Teil der Vorderpfalz wahrlich nicht. Doch die zotteligen Bewohner fühlen sich hier trotzdem richtig wohl. Jetzt ist die beste Zeit, um sich das Naturschutzprojekt am Rande von Limburgerhof näher anzuschauen und sich aufzumachen für eine Runde um die Rinder. Weiteres Plus dieser Sonntagstour: Sie ist gut erreichbar und lässt sich einfach variieren – für Fußgänger wie Radfahrer.

Von der intensiven Landwirtschaft zum Naturschutzprojekt

Ein wenig staksig und unbeholfen steht das Jungtier noch neben seiner Mutter. Sein rotbraunes Fell leuchtet ebenfalls noch nicht ganz so kräftig. Und auch die typischen Zotteln fehlen dem Kleinen noch. Umso eindrucksvoller präsentieren sich dagegen seine ausgewachsenen Artgenossen. Den Weidezaun zwischen sich und der Herde zu wissen, ist ein gutes Gefühl. Bis 2005 war die Fläche zwischen Limburgerhof und Neuhofen zum überwiegenden Teil intensiv bewirtschaftetes Ackerland, umgeben von wenigen Büschen und Hecken. Wer heute im Bruchgelände von Limburgerhof unterwegs ist, sieht offene Weiden, Hecken und kleine Waldflächen. Es ist ein Naturschutzprojekt, bei dem sich sogenannte Stromtalwiesen mit ihren typischen Pflanzen- und Tierarten entwickeln sollen. Die ganzjährige Beweidung durch die schottischen Hochlandrinder ist ein wesentlicher Baustein, denn deren Lebensweise trägt zum Erhalt unterschiedlicher Biotope bei. Die Rinder sind also bewährte Landschaftspfleger und darüber hinaus kommt auch ihr Fleisch bei den Leuten gut an.


Tourbeschreibung

Für unsere Sonntagstour starten wir am Parkplatz an der Rudolf-Wihr-Realschule plus am nordöstlichen Ortseingang von Limburgerhof (Neuhofener Straße 81d). Von dort aus folgen wir zunächst dem Lehrpfad in Richtung Rehhütte. Rechts von uns liegen die Gärten der letzten Häuserreihe des Ortes, links von uns schauen wir auf das Bruchgelände. Und weil zu dieser Jahreszeit noch wenig Laub an Büschen und Bäumen ist, sieht man richtig viel. Am Ende des Weges halten wir uns links und überqueren die B9, um auf der anderen Seite wahlweise eine kleine Schleife zum Badesee „Steinerne Brücke“ mitzunehmen oder sogar noch weiter in Richtung Neuhofener Woog zu gehen. Wer es lieber kürzer mag, hält sich vor der Brücke links und bleibt bei der gemütlichen kleinen Runde um die Rinderweide.

Gute Bahnanbindung

Limburgerhof hat einen S-Bahnhof und ist in alle Richtungen gut angebunden. Der Weg vom Bahnhof zum Startpunkt beträgt lediglich einen Kilometer. Da sich diese Runde nach Lust und Laune verlängern lässt, ist das Weidegelände auch ein schönes Ausflugsziel für eine Radtour. Auf der Internetseite limburgerhof.de findet man einige Anregungen fürs Radfahren rund um die Gemeinde.

 

Der Rehbach führt durch das Bruchgelände zwischen Limburgerhof und Neuhofen. Foto: Ute Günther

Sehenswert

Entlang des Lehrpfads am Wiesenweg erfährt man nicht nur viel über das Bruchgelände zwischen Limburgerhof und Neuhofen, sondern kommt auch an einem Ausguck über die Weiden der Hochlandrinder vorbei. Solange Bäume und Büsche noch wenige Blätter tragen, hat man einen guten Blick über das Gelände des BASF-Gutsbetriebs Rehhütte. Mutige umrunden nicht nur den Bade- und Angelweiher „Steinerne Brücke“, sondern nutzen den kleinen See zum ersten Anbaden. Unweit der Hochlandrinder-Tour ist das Schlösschen Limburgerhof, ein klassizistischer Bau mit Turm in einem hübschen kleinen Park. Die dortige Kapelle im Park ist dank eines engagierten Bürgervereins ein beliebter Ort für Kulturveranstaltungen geworden. Mehr Infos gibt es auf der Internetseite ensemble-park-limburgerhof.de. [utg]

Info

Streckenlänge: etwa 6 Kilometer – variabel auf 4 bzw. bis zu 10 Kilometern zu verkürzen oder zu verlängern, wenn man die Schleife am Badesee weglässt bzw. weiter in Richtung Neuhofener Woog geht. Über die angeschlossenen Wirtschafts- und Radwege sind zudem noch unzählige weitere Varianten möglich. Dauer: ca. 1,5 Stunden bzw. entsprechend der gewählten Strecke auch länger.

 

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