Sonntagstour – Pamina Radweg

Die Pfalz hat viele schöne Ecken für Besucher und Einheimische zu bieten. Unsere „Sonntagstouren“ liefern saisonale Ausflugsideen. Unsere Empfehlung für sonnige Herbsttage und Wochenenden mit Urlaubsgefühl: eine Radtour in Rheinnähe und Übernachten mit Sternenblick.


Der Rhein weist den Weg

Sonnige Herbsttage sind perfekt für eine ausgedehnte Radtour: Die Natur zeigt ihr buntes Farbenspiel, das Licht ist weich, die Temperaturen mild. Wir haben Glück, denn in der Pfalz gibt es meist jede Menge solcher Tage und das bis weit in den November hinein. Für diese Sonntagstour geht es ab aufs Rad und der Rhein weist uns den Weg bis ins Elsass, unserem Zwischenziel mit Übernachtungsmöglichkeit.

Wir starten in Germersheim (S-Bahn-Station), fahren direkt am Fluss entlang, cruisen durch die Auenwälder und nutzen ab Leimersheim den Radwanderweg Rheinauen bis ins Pamina-Gebiet. Der Pamina Rheinpark verbindet die drei Teilräume Südpfalz (franz. Palatinat), Mittlerer Oberrhein und Alsace du Nord und bietet im Zusammenschluss eine Reihe von ausgeschilderten und größtenteils asphaltierten grenzüberschreitenden Radrundwegen.

Wir wollen jedoch nicht zu lange auf dem Sattel sitzen, sondern lieber noch ein bisschen Urlaubsgefühl aufkommen lassen. Dazu steuern wir einen Campingplatz in Lauterbourg (geöffnet bis 31. Oktober) an, wo man – ganz Corona-konform – an der frischen Luft ist und genügend Abstand hat. Das Besondere: Man braucht keine große Ausrüstung, denn man kann im Tipi oder in Holzhäuschen übernachten.

Start und Ziel: Bahnhof Germersheim, das Zwischenziel ist nahe Lauterbourg, Camping Municipal des Mouettes, Chemin des Mouettes, 67630 Lauterbourg, camping-lauterbourg.fr.

Die Streckenlänge beträgt knapp 50 Kilometer bis Lauterbourg. Insofern lässt sich die Tour auch ohne Übernachtung als längerer Rundweg (z.B. zurück über Berg, Hagenbach, Neupotz und Hördt) fahren.

Weil wir immer möglichst nah am Wasser fahren möchten, entscheiden wir uns hin und zurück für dieselbe Strecke durch die Hördter Rheinaue und vorbei an Leimersheim, Maximiliansau und Neuburg am Rhein. Die gemütliche Tour hat keine nennenswerten Steigungen. Der Weg ist gut ausgeschildert, eine Karte sollte man dennoch dabeihaben. Unterwegs lassen sich ohne großen Umweg S-Bahn-Stationen erreichen, sodass sich die Strecke nach Belieben variieren lässt.

Sehenswert

Der Rhein in all seinen Ausprägungen: als mächtiger Strom, die beschaulichen Altrheinarme mit dahinterliegenden Baggerseen, Pappelwäldern und Streuobstwiesen. Das elsässische Lauterbourg ist ein nettes Örtchen mit den typischen elsässischen Fachwerkhäusern und bunten Fassadenanstrichen.

Unterwegs einkehren

Es gibt immer wieder Bänke entlang des Radwegs, die zum Picknick einladen. Bevor man vom Rhein zum Campingplatz abbiegt, kann man einen Halt im Restaurant Au Bord du Rhin einlegen und dort im Freien nochmals ausgiebig die Nähe zum Wasser genießen. Vom Straßburger Wurstsalat bis zu feinen Fischgerichten, von der französischen Zwiebelsuppe bis zum Tagesmenü reicht das Angebot der Karte, geöffnet ist sonntags bis 18 Uhr: 13, port du Rhin, 67630 Lauterbourg, au-bord-du-rhin.fr

Wer früh genug dran ist, sollte einen Blick in das Café Boulangerie-Pâtisserie-Salon de thé Cultures Graines werfen. Steht man auf kleine, feine Törtchen, hat man die Qual der Wahl. Und morgens bekommt man hier frisches Baguette und Croissants: 22 Rue du Général Mittelhauser, 67630 Lauterbourg, sonntags geschlossen.

Nach der Radtour genießen

Vom Campingplatz bis in den Ort sind es nur wenige Kilometer, mit dem Rad ist alles schnell erreichbar: das authentische Lokal mit regionaler Küche ebenso wie die rustikale Waldstube oder das Café mit Kleinigkeiten zum Mitnehmen. Man sollte nur bedenken, dass man aktuell eventuell reservieren oder bestimmte Zeitfenster beachten muss.

Text und Fotos: Ute Günther

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