Sonntagstour – das Pussierpäddel bei Weyher

Bei dieser Sonntagstour in der Südpfalz gibt es nicht nur viel Buntes zwischen Bäumen und Büschen zu entdecken, sondern auch einige schöne Aussichtspunkte, die zum Verweilen einladen.


Luchs aus einem Baumstumpf geschnitzt. Foto: Georg Seiler

Figuren aus Baumstümpfen

Xynthia meinte es vor zwölf Jahren nicht gut mit dem Weyherer Wald. Das so benannte Orkantief legte auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar mal kurzerhand so ziemlich alle Bäume um. Hubert Seiler wollte die Baumstümpfe nicht so trostlos stehen lassen und begann, Tierfiguren daraus zu schnitzen. Zu den Seilerschen Skulpturen gesellten sich alsbald andere lustige Gesellen – Playmobilfiguren und Porzellantiere beispielsweise.

Staunen statt busserln

Aus dem alten Pussierpäddel entstand ein wahrhaft bunter Skulpturenpfad. Und wo sich früher verliebte Paare zum Busserln getroffen haben, stehen heute Familien mit staunenden Kindern. Wer sich auf diese Sonntagstour begibt, braucht daher Zeit. Nicht für das Wandern – der Weg ist einfach und auch nicht sehr lang. Vielmehr dauert das Gucken – und Suchen, ob man nicht noch mehr dieser bunten Besonderheiten entdeckt.

Aussicht auf Wald und Reben

Wer wenig für Kunststofffiguren und Holztiere übrighat, dem wird dieser Weg rund um das Weindorf Weyher aber sicherlich dennoch gefallen. Denn an verschiedenen Aussichtspunkten präsentiert sich die weich geschwungene Südpfälzer Wald- und Rebenlandschaft von ihrer schönsten Seite – jetzt im Frühling in zartem Grün.

Routenverlauf – Start in Weyher

Wir starten vom Wanderparkplatz am Glockenbrunnen am Ortsrand von Weyher. Alternativ kommt man auch mit dem Bus ins Ortszentrum und beginnt die Tour einfach von dort aus.

Wir folgen dem Schild Mariengrotte bzw. Lourdesgrotte und gehen zunächst etwas bergauf. Das Pussierpäddel folgt schon bald darauf, ein Schild weist auf den Abzweig hin.Über die Rietaniahütte geht es durch die Weinberge oder durch den Weinort Weyher zurück zum Ausgangspunkt.

Wer eine Pause machen möchte, der kann einen Stopp an der Waldgaststätte Rietaniahütte einlegen, zudem finden sich unterwegs am Schweizerhaus sowie in der Nähe der Rietaniahütte Picknickbänke – Aussicht inklusive

Streckenlänge: etwa 3 bis 6 Kilometer, je nachdem, ob man noch die eine oder andere Schleife durch die Weinberge mitnimmt oder kurze Abstecher zu weiteren nahen Aussichtspunkten unternimmt. Dauer ca. 1,5 Stunden.

Sehenswert

Bei dieser Tour ist der Wald die Bühne. Für die großen Holzskulpturen ebenso wie für die kleinen kreativen Ergänzungen, die über die Jahre hinzugekommen sind. Seit über 100 Jahren ist die Mariengrotte ein besonderer Ort für Gläubige und hilfesuchende Menschen. Auch den verschiedenen Brunnen sollte man auf jeden Fall Aufmerksamkeit schenken. [utg]

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