Sonntagstour – Binnendünen bei Speyer

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind erwandert, die Hausrunde ausspaziert, die Lust auf Natur weiterhin groß. Dann heißt es noch mehr Pfalz kennen lernen! Unsere Empfehlung für frühsommerliche Sehnsuchtswege sind die Binnendünen bei Speyer.



Sand zwischen den Zehen

Wenn der Wind sanft weht, dann muss man die Augen schließen. Dann riecht man das Harz der Kiefern und den Sand am besten. Wenn man vor der Düne steht, muss man sich die Ohren zuhalten. Dann beginnt es zu rauschen und man wähnt das Meer direkt dahinter. Wenn man die Düne hinaufläuft, muss man Schuhe und Strümpfe ausziehen und den Sand zwischen den Zehen fühlen. Wenn die Lust auf Sommerurlaub groß ist, dann ist diese kleine Sonntagsauszeit bei Speyer Balsam für die Reiseseele.

Die Sanddünen sind sicherlich der Höhepunkt dieser Tour, deshalb heben wir uns diese für den Schluss auf.

Zum Einstimmen probieren wir uns am Trimm-Dich-Pfad, erhaschen neugierig einen flüchtigen Blick auf unser Hauptziel und steuern dann doch zunächst den Dudenhofener Dünenpfad an.

Über die Sandberge kommen wir zurück zur Binnendüne und erreichen nach knapp zweieinhalb Stunden unseren Ausgangspunkt.

Start und Ziel: Blockhütte, ein kleiner Parkplatz in direkter Nähe zum Kletterpark, Tennisplatz und Waldsportlehrpfad, Ecke Iggelheimer Straße/Erster Richtweg in 67346 Speyer.

Die Strecke:

• Streckenlänge: 9 Kilometer

• lässt sich problemlos verkürzen oder verlängern

• gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln (zum Beispiel mit der S-Bahn bis Speyer-West).

• zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten

• Wege sind selten überlaufen

auch für Radfahrer geeignet, da das Waldgebiet zwischen Schifferstadt, Speyer und Neustadt so groß ist, dass sich die Tour ganz einfach erweitern lässt.


Sehenswert:

Entlang des Oberrheingrabens finden sich eine ganze Reihe von Binnendünen, die während der letzten Eiszeit entstanden sind. Doch meist sind sie von Wald verdeckt. Der „Ameisenbuckel“ bei Speyer ist dagegen klar erkennbar. Die größte noch unbewachsene Düne in Rheinland-Pfalz ist fünf Meter hoch, 250 Meter lang, 30 Meter breit.

Mehrere Infotafeln am Wegesrand geben zudem einen guten Überblick über die Entstehung und den Lebensraum der Dünen. Wer also wissen möchte, warum in dem ehemals militärisch genutzten Gebiet außergewöhnliche Tiere zu finden sind und welche Anstrengungen notwendig sind, diese Naturbesonderheit zu schützen, sollte zusätzlich Zeit zum Lesen und Anschauen einplanen. Auf jeden Fall sollte man Hunde immer an die Leine nehmen und das gesamte Gebiet achtsam erkunden, denn es bietet Rückzugsraum unter anderem für seltene Vögel, Käfer und Schmetterlinge. [utg]

Einkehrtipps

• Unterwegs bietet sich der Waldgasthof Ganerb für eine Erfrischung a.

• Nach der Wanderung lädt die Pizzeria L’Angolo II direkt am Tennisplatz zum Einkehren ein. Bitte vorab Öffnungszeiten und Corona-Vorschriften checken!

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