S wie Steinobst - Pfälzer Warenkunde

Von A wie Aprikose bis Z wie Zwetschge: Steinobst ist in seiner bunten Vielfalt aus dem Sommer und Herbst nicht wegzudenken und die süß-saftigen Vitaminbomben haben in den vergangenen Monaten unseren Speiseplan bereichert. Und auch jetzt noch kann man mitunter späte Zwetschgen-Sorten genießen, verrät uns Dr. Michaela Schlich im Interview.


Frau Dr. Schlich, können Sie kurz erläutern, was man unter der Gattung Steinobst versteht?
Michaela Schlich: Steinobst gehört zur Familie der Rosengewächse (Unterfamilie der Steinobstgewächse). Die Sorten bilden fünf weiße bis rosafarbene Kronblätter. Die Staubblätter umgeben das Fruchtblatt, aus dem später die Frucht gebildet wird. Im Inneren der Früchte befindet sich ein Steinkern, der den Samen umschließt. Er wird vom fleischigen oder faserigen Fruchtfleisch mit häutiger oder lederartiger Hülle umschlossen.

Pflaume, Zwetschge, Mirabelle: Sind diese Steinfrüchte alle miteinander verwandt?
Sie gehören alle zur Gattung Prunus, zu der übrigens auch Kirschen gehören. Die genannten drei Früchte eint jedoch darüber hinaus die Tatsache, dass sie zur Art Pflaume gehören und tatsächlich miteinander verwandt sind.

Zwetschge versus Pflaume: Wo liegen die Unterschiede?
Pflaumen sind rundlich-oval und haben eine ausgeprägte Längsnaht und einen rundlichen Stein. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und süß und der Stein lässt sich meist eher schlecht auslösen. Zwetschgen sind hingegen länglich-oval und haben spitze Enden. Die Längsnaht ist weniger stark ausgeprägt und der Stein lässt sich gut vom festen Fruchtfleisch lösen. Zwetschgen schmecken süß-säuerlich und eignen sich wunderbar zum Backen oder Kochen.

 

Wie steht es aus ernährungsphysiologischer Sicht generell um das Steinobst? Gibt es Sorten, die besonders gesund sind?
Steinobst enthält jede Menge wichtiger Nährstoffe. So kann die Aprikose mit ihrem sehr hohen Gehalt an ß-Carotin mit 1,6 Milligramm pro 100 Gramm die empfohlene Tageszufuhr (2 bis 3 Milligramm/Tag) annähernd decken. Auch Pflaumen leisten einen guten Beitrag zur ß-Carotin Versorgung, 100 Gramm enthalten immerhin 0,3 Milligramm ß-Carotin (Apfel: 0,03 Milligramm/100 Gramm). Zusätzlich liefern sie etwa 2 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm, eine übliche Portion Pflaumen wären etwa 150 Gramm pro Tag.

Kann man Steinfrüchte gut lagern oder sollte man sie frisch verzehren?
Steinfrüchte lassen sich nicht gut lagern und sollten eher frisch verzehrt werden. Allerdings sind sie sehr gut zum Einfrieren und Einkochen geeignet. Als Trockenfrüchte sind sie natürlich wesentlich länger haltbar.

Die Saison für die meisten Steinfrüchte ist bereits beendet – gibt es besonders späte Sorten, die noch bis in den Herbst hinein geerntet werden?
Ja, es gibt erfolgreiche Züchtungen von späten Zwetschgen-Sorten, beispielsweise die Hauszwetschgen vom Typ Schüfer oder Presenta.

 

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