Pfalz persönlich – vom Koch bis zum Seifenhersteller

Ein Pfälzer Koch, ein Seifenhersteller aus Steinweiler, ein RPR1-Radiomoderator, eine Letterboxerin und eine Kultur- und Weinbotschafterin sind in der Rubrik „Pfalz persönlich" dieses Mal die Menschen, die für Genuss in der Region stehen.


Klaus Walter, Koch

 „Die Pfalz hat alles zu bieten. Sogar Krebse aus dem Elmsteiner Tal. Und der Gemüsekorb wird zu keiner Jahreszeit leer. “ Küchenmeister Klaus Walter, geboren 1952 in Landau, ist seiner Pfalz immer verbunden. Auch wenn er nach seiner Metzger- und Kochlehre in diversen renommierten Häusern vom Bergischen Land über Frankfurt bis München gearbeitet hat. Und ganz besonders natürlich, wenn er in der Pfalz (Liebstöckl/Neustadt, Deidesheimer Hof, Gesellschaftshaus/Ludwigshafen, Binshof/Speyer) in der Küche stand. Seit über einem Jahrzehnt betreibt er nun in Speyer „ConConquo“. Der Name bedeutet „zusammen kochen“ und ist Programm. „Ich schätze die Lockerheit und vor allem, dass man unmittelbar mit dem Gast zu tun hat“, sagt Walter. Es freut ihn, dass man nicht nach einem von außen bestimmtem Rhythmus arbeite, weil der Gast ja selbst den Takt in der Küche bestimme.

Text: dot | Foto: Michael Dostal | Kontakt: concoquo.de

Britta Schmidt, Letterboxerin

Sie sucht gute Verstecke, schöne Plätze und geheimnisvolle Orte im Pfälzerwald, zu denen „normale“ Wanderer nicht einfach so gelangen. Britta Schmidt ist leidenschaftliche Letterboxerin. Letterboxing – das ist eine Art Schnitzeljagd für Erwachsene. Nein, es ist viel mehr: „Der Weg ist beim Letterboxing das Ziel. Mit Freude wandern, all die Entdeckungen, die Rätsel, die Natur erleben. Das ist wie Urlaub, dabei schalte ich total ab“, beschreibt die 59-Jährige. Schon vor mehr als 150 Jahren entstand das Suchspiel mit Kompass, Stift, Stempel und Logbuch in England. 2002 kam es nach Deutschland und zwar als erstes in den Kreis Bad Dürkheim. Die Pfalz ist heute noch das deutsche Mekka für Letterboxer. „Die abwechslungsreiche Landschaft, die vielen Pfade und die Hüttenkultur machen das besondere Feeling hier aus“, sagt Britta Schmidt, die ein geborenes Nordlicht ist und vor 49 Jahren in die Rhein-Neckar-Region kam. Seit 15 Jahren lebt sie in Neuhofen. Mit ihrem Mann Jürgen, ihren Freunden Solveigh und Horst Mayer, „Wandersohn“ Max Mayer, Sylvia und Mathias Fohrmann sowie ihren Hunden Bonnie und Enya läuft sie nicht nur etwa 100 Touren pro Jahr, sondern kreiert  auch selbst Clues (Wegbeschreibungen). In der nächsten VielPfalz-Ausgabe (erscheint am 1. April) stellen wir das Letterboxing genauer vor, erklären, wie man zum Placer (Boxverstecker) wird, und was der Unterschied zu Geocaching ist.

Text: ayß | Foto: Schmidt | Kontakt: letterboxing-germany.info

Tom Nitzsche, Radiotechniker

Er nennt sich einen moderierenden Techniker. Tom Nitzsche, geboren 1971 in Edenkoben, wächst in Maikammer auf. Die Lehre als Radio- und Fernsehtechniker erweitert er um die Ausbildung zum Audio Engineer (Tontechniker). 1997 infiziert er sich mit dem Radiovirus und landet schon 1998 bei „seinem Sender Radio RPR“. Hier ist er seitdem aktiv und kümmert sich heute neben der Sendetechnik auch um Webstreams. Seit Juni 2015 moderiert er zudem im Ludwigshafener Studio – im Wechsel mit Sabine Koppers, Studio Köln – sonntags von 12 bis 18 Uhr die Sendung „Lust auf Genuss“. Nitzsche: „Ich habe drei Leidenschaften. Technik, moderieren und gut essen – in dieser Reihenfolge.“ RPR1 und die Pfalz passen deshalb für ihn wie die Faust aufs Auge. „Hier kann man alles erleben außer Meer, wohin mich meine Fernreisen führen. Ansonsten müsste ich hier nicht weg.“

Text: dot | Foto: Michael Dostal | Kontakt: rpr1.de, tom@rpr1.de

 

Markus Scherrer, Seifenhersteller

Drei Trends macht Markus Scherrer bei Seifen aus: Sie sollen natürlich, vegan und ohne Plastikverpackung daherkommen. „Die Kunden möchten immer mehr Naturprodukte und weg von Plastik“, sagt der 49-Jährige. Das spiele der Steinweilerer Seifenmanufaktur natürlich in die Karten, großes Marketing hat das Mini-Unternehmen bis jetzt damit aber nicht gemacht. Zu dem alten Handwerk kam Scherrer durch seinen Freund Udo Zahneissen und dessen Frau Michele, welche die Idee aus Frankreich mitgebracht hatten. Sie wollten einfach nur ein gutes Stück verträgliche Seife in Handarbeit herstellen. Aus Eigenbedarf wurde eine einmal jährliche Produktion für den Kandler Weihnachtsmarkt und am Ende eine ganzjährige Manufaktur. Für Scherrer ist das Hobby ein Ausgleich zu seinem Bürojob als Technischer Angestellter. Vor allem genießt er daran den Kontakt mit den Menschen. Scherrer lebt seit 2006 in Steinweiler, ist in Wörth geboren und in seinem „Drei-Länder-Eck“ (Pfalz, Baden-Württemberg, Frankreich) aufgewachsen. Er liebt einfach die Region, das bombastische Klima, die Lockerheit und Offenheit der Menschen.

Text: ayß | Foto: Norman Krauß | Kontakt: steinweilerer-seifenmanufaktur.de

Kerstin Bach, Kultur- und Weinbotschafterin

„Ich interessiere mich für Wein und alte Steine und liebe deshalb die Pfalz.“ So beschreibt Kerstin Bach, geboren 1976 bei Koblenz, den Hintergrund für ihre Aktivitäten als Kultur- und Weinbotschafterin in Neustadt-Hambach. Erst im Sommer 2016 hat sie die Prüfung abgelegt. Die Ausbildung, die über ein Jahr dauert, absolvierte Bach zuvor neben ihrer Tätigkeit als Verwaltungsangestellte an der Universität Mannheim. Dort berät sie Studierende mit Blick auf Auslandssemester. Besonders reizt sie als Botschafterin, selbst Ideen zu entwickeln. Ein Ergebnis ist der Geschichtsspaziergang mit Weinbegleitung, der Hambachs Historie von der Steinzeit bis zu den Bayern erschließt. „90 Minuten, sieben Stationen und vier Weine“, sagt Bach, die es sehr schätzt, dass in der Pfalz immer Humor mit im Spiel ist. Die Pfälzer Lebensart ermögliche, dass man viele Situationen „mit einem lockeren Spruch bewältigen kann“.

Text: dot | Foto: Michael Dostal | Kontakt: tour-de-pfalz.de, kwb-pfalz.de

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