Pfälzer Quittengelee

Quitten, Wasser und Zucker – mehr braucht es nicht für ein leckeres Quittengelee. Quitten sind tolle, etwas in Vergessenheit geratene Früchte, die in der Weinbauregion Pfalz mit ihrem milden Klima besonders gut gedeihen. Erntezeit ist zwischen September und November. Zwar beadarf es etwas Mühe und Kraft Quitten zu verarbeiten, aber das Ergebnis ist die Arbeit allemal wert.


Zutaten für das Quittengelee:

1 Kilo Quitten

ca. 1 Liter Wasser

300 Gramm Zucker

ggf. Zitronensaft

Arbeitszeit: 3 bis 4 Stunden

Wartezeit: ein Tag

Vorbereitungen:

Mit einem Küchentuch den Flaum von den Quitten gut abreiben, da dieser Bitterstoffe enthält. Sie müssen dann nicht mehr gewaschen werden.

Die Quitten samt Schale und Kerngehäuse kleinschneiden, dadurch intensiviert sich das Aroma. Achtung: Vor allem die gelben, runden Apfelquitten sind sehr harte Früchte, weshalb man etwas Kraft beim Zerteilen aufwenden muss und ein scharfes, großes Messer zur Hand haben sollte.

Die Stücke dann in einen Topf geben und so viel Wasser auffüllen, bis die Früchte bedeckt sind. Wer mag, kann noch etwas Zitronensaft dazugeben.

Gelee herstellen

Aufkochen und 45 Minuten unter regelmäßigem Umrühren köcheln lassen, danach den Herd ausschalten und die Quitten einen Tag ziehen lassen.

Anschließend die Früchte wieder 45 Minuten einkochen. Nun muss man die Flüssigkeit von den Quitten trennen. Dazu in eine große Schüssel ein Sieb legen und in dieses Sieb ein Baumwolltuch.

Die Masse darauf schütten, ablaufen lassen und die Quitten auspressen.

Den Quittensaft anschließend mit dem Zucker so lange kochen – rühren nicht vergessen – bis er geliert.

Gelierprobe: Einen Metalllöffel in die Truhe legen. Wenn dieser gut gekühlt ist, darauf ein paar Tropfen des Quittensaftes. Wenn dieser fest und "wabbelig" wird, ist das Gelee fertig.

Das Gelee in sterilisierte (oder zumindest sehr saubere) Gläser füllen, den Rand abwischen, Deckel gut verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Danach wieder umdrehen und das Gelee erkalten lassen. Tipp: Je langsamer das Gelee abkühlt, umso geschmacksintensiver ist es. Daher lohnt es sich, um die Gläser ein Handtuch zu wickeln.

Auch wenn sich die Farbe des Gelees nach einer gewissen Zeit verändert, hält es sich gut zwei bis drei Jahre – wenn die Gläser sauber waren und sich ein Vakuum gebildet hat (der Deckel lässt sich nicht mehr eindrücken und beim Öffnen hört man ein "Plopp").

Gutes Gelingen und viel Spaß wünscht das VielPfalz-Team!

 

Fotos: M. Schwarz/K. Ayaß

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