Pfälzer Burgen: „Ausdruck von Epochen“

Burgen oder vielmehr deren Erhalt und Erforschung sind das Titelthema der aktuellen VielPfalz. Ein Auszug aus dem Gespräch mit dem Historiker und Herausgeber des Pfälzischen Burgenlexikons Jürgen Keddigkeit – auch als Pfälzer Burgen-Pabst bekannt.


Die Trifels-Gruppe - Trifels, Anebos und Scharfenberg (Münz) ist ein herausragendes Beispiel für Pfälzer Burgen. Foto: PfalzTouristik/Dominik Ketz


Alle pfälzischen Burgen erfassen, ihre Geschichte sowie Besitzverhältnisse dokumentieren und die baulichen Reste beschreiben. Dieses Projekt endete mit weit über 2.500 Seiten in vier Bänden. Einer der Herausgeber des Pfälzischen Burgenlexikons ist Jürgen Keddigkeit. Der 1946 in Kaiserslautern geborene Historiker war von 1983 bis 2011 Mitarbeiter am Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde und gilt als „Pfälzer Burgen-Papst“. Im Gespräch mit Michael Dostal erläutert Keddigkeit, was für ihn die Faszination von Burgen ausmacht.

Wie viele Burgen gibt es in der Pfalz?

Keddigkeit: Insgesamt sind es rund 500, die aber zum Teil nur an Flurnamen wie „Hinter dem Burggraben“ oder „Am Burgtor“ zu erkennen sind oder nur noch aus wenigen Steinen bestehen. Als Ruinen erhalten sind noch etwa 70 Burgen und Schlösser. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden die meisten Burgen als Schlösser bezeichnet.

Was zeichnet die Region besonders aus?

Die Pfalz ist eine Burgenlandschaft von europäischem Rang. So konzentriert wie hier findet man Burgen nur selten. Zusammen mit dem Elsass sind wir an der Spitze in Europa. Hinzu kommt die besondere Faszination der Kombination von Wald und Burgen sowie die verschworene Gemeinschaft, die Felsen und Burgen eingehen.

Welche Bedeutung haben Burgen für Sie in heutiger Zeit?

Ich gehe immer noch gerne zu Burgen. Der Laie sieht sie als Bauwerke. Doch sie sind Ausdruck von Epochen und viel mehr als Steine und Mauern. Es handelt sich um ein ganzes System, so wurde etwa...

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- Zukunft für steinerne Zeitzeugen: Burgen sind beeindruckende Landmarken und beliebte Wanderziele. Damit die steinernen Zeugen ihrer
Zeit für die Zukunft erhalten bleiben, muss großer Aufwand betrieben werden.

- Hüter der Schatzkammer: Der 1866 gegründete Trifelsverein ist einer der ältesten Burgenvereine. Wichtigstes Ziel heute ist es, Geschichte erlebbar zu machen.

 

 

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