Weinpaket Donnersberger Weinforum

Entdeckungen der besonderen Art verspricht unser neues Weinpaket, das wir aus Anlass des 10. Donnersberger Weinforums packen. Da ist zum einen ein gereifter 2016er Silvaner als Orange-Wine ausgebaut. Hinzu kommen ein Chardonnay-Ortswein vom absoluten Chardonnay-Experten aus dem rheinhessischen Monsheim, ein Spätburgunder und ein Satin Noir aus dem Versuchsanbau im Zellertal. Abgerundet wird das Paket durch einen Auxerrois und einen Lagen-Riesling, die Gastwinzer aus Kapellen-Drusweiler und Bockenheim beisteuern.


Das i-Tüpfelchen


Das Donnersberger Weinforum vereint im Zellertal drei Anbaugebiete

Das Ehrenmal stellt so etwas wie einen Fixpunkt dar: Im Zellertal, direkt an der Panoramastraße zwischen Mölsheim und Zell gelegen, ist es von weit her zu sehen. Zugleich markiert es aber auch die bekannteste Weinlage Zeller Schwarzer Herrgott, deren Kruzifix gegenüber in den Terrassen des Weinbergs steht. Diese und andere Lagen sind der Grund dafür, dass das Zellertal gerne auch als das „i-Tüpfelchen der Deutschen Weinstraße“ bezeichnet wird.

Das Zellertal bildet geographisch einen Teil des Pfrimmtals. Die Pfrimm, die bei Worms in den Rhein mündet, entspringt am Donnersberg. Dieser prägt stark das Kleinklima des Zellertales, das für Weinanbau günstig im Regenschatten liegt. In der Hauptsache werden die Böden hier durch hellen porösen Kalkstein sowie schwere lehmige Mergelschichten geprägt. Diese nicht einfachen Böden führen zu einer natürlichen Begrenzung des Ertrags. Positiv wirkt sich im Zellertal mit seiner Ost-West-Ausrichtung auch aus, dass der fast reine Südhang der Zeller Talseite eine frühe Bodenerwärmung und lange Reifezeit der Trauben begünstigt. Zum Weinbaugebiet Zellertal zählen auch die westlich ans Tal angrenzenden Orte Bischheim, Rittersheim und Gauersheim.

Besonders macht das Zellertal zudem die Tatsache, dass der Westteil zum pfälzischen Donnersbergkreis und der Ostteil zum rheinhessischen Landkreis Alzey-Worms gehört. Da nordwestlich des Donnersbergs auch noch das Anbaugebiet Nahe angrenzt, ist es beim Donnersberger Weinforum zur Tradition geworden, Weine von der Nahe, aus Rheinhessen und aus der Pfalz zum Verkosten auszuschenken. Unser i-Tüpfelchen zum 10. Jubiläumsforum im April 2022: das Weinpaket „Donnersberger Weinforum“.

Foto: Donnersberg Touristik Verband/Sebastian Fachenbach

10. Donnersberger Weinforum

10. Donnersberger Weinforum

10.04.2022 11:00 - 18:00

Das Donnersberger Weinforum findet (im zweiten Anlauf) nun zum zehnten Mal statt und lädt ...

Das Weinpaket zum Donnersberger Weinforum


Ein ausdrucksstarkes Sextett: Vier Weine aus dem Norden der Pfalz kombiniert mit guten Tropfen aus der Südpfalz und Rheinhessen. Unser Beitrag zum Jubiläum des Donnersberger Weinforums.

2020 Riesling aus dem Burggarten trocken
Weingut Schloss Janson, Bockenheim/Weinstraße

2016 Zeller Schwarzer Herrgott Silvaner „Orange“
Weingut Janson Bernhard, Harxheim

2020 Auxerrois trocken
Weingut Jean Rapp, Kapellen-Drusweiler

2020 Monsheimer Chardonnay trocken
Weingut Milch, Monsheim

2018 Pinot Noir trocken Gutswein
Weingut Bremer, Niefernheim

2020 Satin Noir Zeller Kirchenstück trocken
Weingut Römerhof Zell

Detaillierte Weinbeschreibung hier herunterladen.

Die Weingüter stellen sich vor

Weingut Schloss Janson: Weinkultur als Erlebnis

Seit sechs Generationen bewirtschaftet die Familie Janson das Schlossgut. Diese Tradition bildet die Basis, auf der heute Kurt und Sarah Janson Weinkultur zum Erlebnis machen und den Betrieb innovativ auf die Zukunft ausrichten. Dabei prägen Gegensätze das Weingut: Einerseits die Pfälzer Wurzeln des ambitionierten Winzers Kurt, andererseits das quirlige Bestreben der US-Amerikanerin Sarah um mitreißenden Schwung.

Insgesamt 25 Hektar Weinberge am nördlichen Anfang der Deutschen Weinstraße werden mit dem Team bewirtschaftet, das mit zur Familie gezählt wird. Weißwein, vor allem Riesling und Burgundersorten, haben einen Anteil von 60 Prozent. Der Schwerpunkt bei Rotwein liegt bei Spätburgunder. Beim Entstehen der Weine steht mit Blick auf die Natur nachhaltiges Wirtschaften im Fokus. Derzeit ist man in der Umstellungsphase des Bio-Zertifizierungsprozesses.

Weingut Schloss Janson, Schlossweg 8, 67278 Bockenheim/Weinstraße, Telefon 06359 4148, schloss-janson.de

Foto: Weingut Schloss Janson

 

Weingut Janson Bernhard: Dreifaches 100-Prozent-Prinzip

Das Familienweingut ist seit 1739 im Zellertal verwurzelt. 1989 begann die Agrar- und Umweltingenieurin Christine Bernhard den elterlichen Gemischtbetrieb auf Wein zu spezialisieren. Von Anfang an wurde dabei auf biologische Bewirtschaftung gesetzt. Geführt wird der Pionierbetrieb nach dem dreifachen 100-Prozent-Prinzip: So steht zentral die bio-dynamische Weinkultur im Mittelpunkt. Seit 1989 ist man Mitglied bei Ecovin, seit 2007 auch bei Demeter.

Alle Trauben der insgesamt rund zehn Hektar Rebfläche werden per Hand gelesen. In zwei, manchmal drei Durchgängen werden gesunde Trauben zum optimalen Reifezeitpunkt selektioniert. Der Schwerpunkt liegt mit 80 Prozent bei Weißwein, vor allem bei Riesling und Burgunder. Alle Lagen sind im Zellertal. Und da nichts zugekauft wird, steckt in jeder Flasche schmeckbares Zellertal mit eigener Handschrift.

Weingut Janson Bernhard, Hauptstraße 5, 67308 Zellertal / Harxheim, Telefon 06355 1781, jansonbernhard.de

Foto: Weingut Janson Bernhard

 

Weingut Jean Rapp: Nachhaltig aus Überzeugung

Seit 2016 gestalten Andrea und Ludwig Block-Grupe im Vierseit-Gutshof, der 1782 entstand, die Zukunft. Begonnen hat die Geschichte vor über 100 Jahren, als Johannes „Jean“ Rapp die Tochter des damaligen Gutsbesitzers heiratete. Ihm zu Ehren trägt das Weingut den Namen Jean Rapp. Von Beginn an wurde der Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt, seit 2020 ist er Ecovin zertifiziert. Fünf Hektar Weinberge liegen ums Weingut herum verteilt. Nur beste Trauben werden nach strengem Qualitätsanspruch schonend und mit der nötigen Zeit ausgebaut.

Block-Grupes wollen authentische, ausdrucksstarke Weine. Sie setzen vor allem auf weiße Burgundersorten wie Auxerrois, Chardonnay und Weißburgunder. Verkosten kann man die Weine im Gutshof unterm großen Kastanienbaum oder in der Weinstube im alten Pferdestall nach Anmeldung bei Weinproben in kleinen Gruppen.

Weingut Jean Rapp, Obere Hauptstraße 4, 76889 Kapellen-Drusweiler, Telefon 06343 939777, jean-rapp.de

Foto: Weingut Jean Rapp

 

Weingut Milch: Chardonnay als eigener Weg

„Eine wertvolle Rebsorte durch eigene Handschrift prägen und so aus einer internationalen Sorte Wein mit regionaler Typizität erzeugen.“ So beschreibt Karl-Hermann Milch den Weg, den er in seinem rheinhessischen Betrieb seit Mitte der 1990er-Jahre gezielt mit Chardonnay geht. Auf über der Hälfte der 13 Hektar Weinberge wächst er mittlerweile. Einige Weinberge wurden mit ausgesuchtem Top-Pflanzgut aus dem Burgund bestockt.

Acht verschiedene Chardonnay, vom Guts- über den Ortswein bis zu Lagenweinen, sind heute im Angebot. Alle werden spontan in Holzfässern vergoren. Beim Ortswein kommen Halbstück- und alte Barriquefässer zum Einsatz. So werden die in Deutschland einzigartigen Fruchtaromen durch einen nur leichten Holztouch unterstützt. Zudem erhalten Weine mehr Fülle und Cremigkeit als beim reduktiven Stahltankausbau. Eine 100-prozentige Handlese sorgt für kerngesundes Lesegut.

Weingut Milch, Mühlstraße 14, 67590 Monsheim, Telefon 06243 337, weingut-milch.de

Foto: Weingut Milch

 

Weingut Bremer: Unbeschwerte Auszeiten

„Klein-Burgund“ nennt Kellermeister Michael Acker das Zellertal auf Grund sehr ähnlicher Klima- und Bodenbedingungen. Diese Herkunft wird in den Aromen und Geschmäckern der Bremer-Weine eingefangen. Die Philosophie: Große Weine gestalten – mit feinfühliger kellerwirtschaftlicher Begleitung, mit dem Ausbau und vor allem mit viel Zeit für die Entwicklung der Primäraromen hin zu stabilen Fruchtnoten mit Alterungspotenzial.

Die Weine sorgen so für unbeschwerte Auszeiten. Ganz besonders in der Weinbar und im Restaurant mit ambitionierter Gutsküche von Rebecca Bremer (donnerstags und freitags von 17.30 bis 24 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr). Im Weingut findet jeder seinen Lieblingsplatz: mit dem Glas Sekt auf der stimmungsvollen Terrasse, einem duftigen Rosé im Liegestuhl oder einem wunderbaren Riesling unter der alten Linde im Innenhof.

Weingut Bremer, Brückenstraße 2, 67308 Niefernheim, Tel. 06355 8639166, weingutbremer.de

 

Weingut Römerhof: Akzente durch Neues

Die Verbindung von naturnahem Weinbau und handwerklicher Tradition ist für Marius Römer die Basis für die Zukunft. Der Jungwinzer, der die Verantwortung für die Arbeiten in den Weinbergen und im Keller trägt, experimentiert gerne und setzt Akzente durch Neues. So hat er in der vierten Generation des Familienweinguts, das auf eine Weinbautradition seit 1830 zurückblicken kann, begonnen, eine Linie mit in Barrique ausgebauten Weiß- und Rotweinen zu entwickeln. Hinzukommen – Regent gehört schon lange zum Rebsortenspiegel dazu – immer mehr Piwi-Sorten, wie Muscaris, Sauvignac und Satin Noir.

Marius Römer setzt auf fruchtige und aromatische Weine, die dicht und komplex, aber trotzdem spritzig sind. Im Römerhof, wo man für Weinfreunde und Wanderer eine offene Tür hat, legt man Wert darauf, dass Weine vor dem Kauf probiert werden – im Frühjahr und Sommer auch im Innenhof.

Weingut Römerhof, Zeller Hauptstraße 21, 67308 Zellertal / Zell, Telefon 06355 2125, roemerhof-zellertal.de

Foto: Weingut Römerhof

 

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