Neu: das Weinpaket „Die drei PS"

Eine spannende Weinreise von der Südpfalz über die Mittelhaardt bis ins Zellertal macht unser neues Weinpaket möglich. Die drei Pfalz-Sommeliers Dirk Freier, Peter Sorg und Andreas Weber haben dafür sechs außergewöhnlich interessante Weine ausgesucht.


Weine mit Charakter in exklusivem Paket

Zwei außergewöhnliche Rieslinge, ein besonderer Grauburgunder, ein bestechender Viognier sowie ein großer Spätburgunder und die seltene Rotweinsorte Gänsfüßer. Sechs gute Tropfen aus der Pfalz machen unser neues Paket „Die drei PS“ zu einem exklusiven Angebot. Ausgesucht haben die Weine die Sommeliers Dirk Freier, Peter Sorg und Andreas Weber. Auf ihr Projekt „Die drei PS“ geht auch der Paketname zurück.

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Online-Weinprobe mit "Die drei PS"

Die „Wunderbare Vielfalt der Rebsorten“ heißt eine Online-Weinprobe mit „Die drei PS“ am Dienstag, 21. September, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr. Die drei Pfälzer Sommeliers Peter Sorg, Dirk Freier und Andreas Weber präsentieren dabei die sechs Weine aus dem aktuellen VielPfalz-Weinpaket, das eine spannende Reise von der Südpfalz über die Mittelhaardt ins Zellertal möglich macht. Um an der digitalen Verkostung teilnehmen zu können, müssen die Weine bis spätestens 16. September bestellt werden. Mehr Infos zur Zoom-Runde auf www.diedreips.com.

Die drei PS

Jahrzehntelange Erfahrung hat jeder Einzelne von ihnen. Jetzt bündeln sie diese noch dazu im gemeinsamen Projekt „Die drei PS“ – die drei Pfälzer Sommeliers. Dirk Freier, Peter Sorg und Andreas Weber wollen sich so „gerne als zugkräftiges Gespann für den Genuss in der Pfalz vor den Karren spannen lassen“. Erste gemeinsame Wein- und Sektproben, zum Start noch virtuell, wurden bereits realisiert.

Sommeliers für alle Fälle

Verkostungen, Schulungen, Seminare und Reisen in Sachen Wein will das Trio zum Kern seiner Tätigkeit machen. Mit einem Schmunzeln nennt man sich „Lagen-Peter“, „Bio-Dirk“ und „Kuppler-Andy“. So weiß Andreas Weber zu Gerichten in den Restaurants „Schwarzer Hahn“ und „St. Urban“ im Deidesheimer Hof stets den richtigen Wein zu präsentieren. Dirk Freier, der sich selbst als Genussmenschen beschreibt, ist die Ökologie im Weinberg besonders wichtig. Und Peter Sorg bezeichnet sich als bekennenden „Riesling-Fanatiker“ und „Lagenfetischist“.

Ein Trio mit Sachverstand

Sorg, 1968 geboren und aus Deidesheim, organisiert seit über 20 Jahren Veranstaltungen rund um den Wein. Darunter die Kultprobe „Eros und Wein“ im heimatlichen Museum für Weinkultur. Viele kennen ihn auch aus dem Verkauf der Weingüter Reichsrat von Buhl (Deidesheim) und am Nil (Kallstadt).

Freier, 1972 geboren, kommt aus Mehlingen (Landkreis Kaiserslautern) und ist seit 17 Jahren freiberuflich als Weinexperte tätig. Er ist ständig auf der Suche nach Geschmackserlebnissen und liebt es, Gäste mit Weinentdeckungen zu überraschen.

Der 1965 geborene Weber, der aus Hochdorf-Assenheim (Rhein-Pfalz-Kreis) stammt, wurde als Sommelier mehrfach ausgezeichnet. Als Maître d’hôtel kümmert er sich seit über 20 Jahren um die Gäste und ist so etwas wie das Gesicht des Deidesheimer Hofes.

Was steckt im Weinpaket der drei PS?

Viognier aus der Südpfalz

Einen Teller mit gereiften Hartkäsen, ein gutes Bauernbrot und „man hört, neben dem Klingen der Gläser beim Anstoßen, nur noch das genüssliche Schmatzen“.

So die Empfehlung von Freier zum 2020 Viognier trocken vom Weingut Gies-Düppel im südpfälzischen Birkweiler. Die Rebanlagen in den Lagen Birkweiler Mandelberg und Albersweiler Latt wurden 2003 und 2014 gepflanzt und gehören zu den ältesten dieser weißen Rebsorte in der Pfalz. Viognier, er kommt ursprünglich von der nördlichen Rhône in Südfrankreich, ist in Deutschland zum Versuchsanbau zugelassen.

Ein besonderer Pinot Grigio

In der Südpfalz geht es weiter nach Kleinfischlingen. „Leider gibt es sehr viele langweilige ,Pinot Grigios‘. Dieser gar nicht Graue hat dagegen Eloquenz mit Stil, ist anders und das hat Gründe.“ Weber verweist beim 2020 Grauburgunder Goldkapsel trocken des Weinguts Ellermann-Spiegel auf aufwendige Weinbergsarbeit, händische Lese und Maischekontakt.

„Grauburgunder. Zu was er passt? Zu was passt der nicht?“, fragt Weber und empfiehlt ihn zu Orecchiette-Nudeln mit nicht zu scharfen Chili-Vanille-Möhrchen, die mit ein bisschen Ingwer und einem Löffelchen Erdnussbutter abgeschmeckt werden.

Beste Rebsorte der Kurpfalz

Die nächste Station der Weinreise ist Haßloch. Von hier kommt mit einem 2017 Gänsfüßer trocken Haßlocher Leisböhl für Sorg ein „idealer Begleiter zu Wildschwein-Medaillons mit Preiselbeer-Rotweinsauce und Steinpilzen oder gespicktem Rehrücken mit Rotkraut und Semmelknödeln“. Ausgebaut wird der Gänsfüßer vom Weingut Braun in Meckenheim für den Verein Leisböhler Weinkultur Haßloch.

Der 2017er-Jahrgang ist der deutschen Weinprinzessin 2020/2021 Anna-Maria Löffler gewidmet, die aus Haßloch kommt. Im Mittelalter galt die Rebsorte Gänsfüßer als die beste der Kurpfalz. Über viele Jahrhunderte schien Gänsfüßer ausgestorben zu sein. Vor rund 40 Jahren identifizierte dann ein Rebsortenkundler eine uralte Hausrebe in Haßloch als Gänsfüßer.

Riesling Pechstein aus Forst

Die Reise führt nun an die Mittelhaardt. Einen 2019 Forster Pechstein Riesling Spätlese trocken vom Deidesheimer Weingut Kimich reicht Freier zu einem Bauerngockel aus dem Ofen mit erntefrischen, blanchierten Erbsen auf einem Bett von Kräuterkartoffelpüree.

Der Name der bekannten Große Gewächslage im Rieslingdorf Forst geht zurück auf den Basalt vom Pechsteinkopf. Dessen Abraum wurde vor langer Zeit zum Teil in die Weinberge gebracht, um die Wärmespeicherung des Bodens zu erhöhen. Den Weinen verleiht dies einen unverwechselbaren Charakter.

Flüssiger Saumagen aus Kallstadt

Weiter geht es Richtung Norden: Die Lage Kallstadter Saumagen gehört zu den besten und bekanntesten Weinlagen der Pfalz, betont Sorg. Die westlich an den Ort angrenzende Hanglage, ein Teil ist sogar Steilhang, bietet den Reben eine geradezu ideale Exposition zur Sonne.

Die kargen, stark kalkhaltigen Böden bilden für die tiefwurzelnden Reben einen idealen Nährboden, auf dem Jahr für Jahr charaktervolle, mineralisch geprägte Rieslinge und Spätburgunder heranwachsen. Den 2018 Riesling Saumagen trocken vom Weingut am Nil empfiehlt Sorg zu gebratenem Zanderfilet, gegrilltem Wolfsbarsch oder hellem Fleisch jedweder Art. Der Wein begeistere aber auch als „Solist“.

Gekühlter Genuss

Die Reise endet am i-Tüpfelchen der Deutschen Weinstraße im Zellertal. „Kleiner Riese aus dem kühlen Norden“ nennt Weber den 2017 Pinot Noir Gutswein trocken aus dem Weingut Bremer. Ein Spätburgunder, den man im Sommer „auch einmal gekühlt bei erfrischenden 10 bis 12 Grad probieren sollte“. Dazu empfiehlt Weber einen Rote-Bete-Salat mit Himbeervinaigrette und Koriander – gemahlene Körner und Grün.

Die Weingüter stellen sich vor

Weingut Gies-Düppel: Aus Liebe zum Terroir

Buntsandstein, Muschelkalk, Rotliegendes – hunderte Millionen Jahre Erdgeschichte kann Familie Gies aus ihren Lagen in Birkweiler, Albersweiler, Ranschbach und Ilbesheim in ihren Weinen aufzeigen. Sie sind extrem unterschiedlich, selbst bei gleicher Rebsorte. Vergleichen Sie einfach mal Rieslinge von Schiefer, Granit, Gneis und Kalkstein.

Schwerpunkte der Rebsorten liegen bei Riesling, Spätburgunder sowie Weiß- und Grauburgunder. Weitere Rebsorten sind Sauvignon blanc, Chardonnay, Scheurebe, Viognier, Muskateller, Syrah, Merlot und Cabernet franc. Durch Ausdünnen und Selektionieren entstehen sortentypische Weine mit geringem Ertrag und hoher Qualität.

Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung „Südpfalz ConneXion“ und „Forum Pfalz“. Mit grandiosem
Panoramablick auf den Birkweiler Kastanienbusch und Mandelberg können vielschichtige Weine verkostet werden.

Weingut Gies-Düppel, Am Rosenberg 5, 76831 birkweiler, Telefon 06345 919156, gies-dueppel.de

(Foto: Björn Iversen)

Weingut Kimich: Riesling und typische Pfälzer

Der Riesling als „König der Weißweine“ steht mit einem 63-Prozent-Anteil der Anbaufläche im Mittelpunkt. Er liefert auch aus vielen Großen-Gewächs-Lagen in Deidesheim, Forst und Ruppertsberg vielfältige Weine. Ein attraktives Verhältnis von Preis und Leistung macht das familiengeführte Weingut mit seinem rund 200 Jahre alten Weinkeller im Deidesheimer Stadtkern zu einer beliebten Adresse.

Matthias Arnold, der mit seinem Vater Franz die rund 23 Hektar schonend bewirtschaftet, ist die achte Generation im Weingut. Neben Riesling setzt man auf typische Pfälzer Sorten wie Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Müller-Thurgau. Vor dem Hintergrund des Klimawandels kommen neben Spätburgunder internationale rote Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah
hinzu. Matthias Arnold schätzt den Austausch im Freundeskreis „Winechanges“.

Weingut Jul. Ferd. Kimich, Weinstraße 54, 67146 Deidesheim, Telefon 06326 342, weingut-kimich.de

(Foto: Weingut Kimich)

Weingut am Nil: Der Fokus liegt auf Riesling

Das Weingut befindet sich im Herzen von Kallstadt. Es wurde nach der historischen Einzellage Nil, heute Teil des Kallstadter Saumagens, benannt, wo das Weingut einen Löwenanteil von 3,8 Hektar bewirtschaftet. Von hier stammen einige der besten und oft prämierten Rieslinge und Spätburgunder. Gleiches gilt für die Großen-Gewächs-Lagen Weilberg und Herrenberg im benachbarten Bad Dürkheim-Ungstein. Alle drei Lagen zeichnet ein einzigartiges Terroir aus.

Aktuell bewirtschaftet das Weingut 36 Hektar. Mit einem klaren Bekenntnis zu den charakteristischen Eigenheiten seiner Lagen wurde das Weingut am Nil seit seiner Übernahme 2010 zum Spitzenweingut für Rieslinge ausgebaut. Herzstück des Weingutes ist der
historische Keller. Das Restaurant „Vinothek am Nil“ mit weinaffinen Speisen und ein Gästehaus mit 15 Zimmern als Oase der Ruhe machen das Angebot komplett.

Weingut am Nil, Neugasse 21, 67169 Kallstadt, Telefon 06322 9579100 0, seieinlilaloewe.de

(Foto: Weingut am Nil)

Weingut Ellermann-Spiegel: Sortentypische Weine mit Trinkfluss

„Dir muss ES schmecken.“ So lautet das Motto, weil Frank Spiegel „das Thema Wein nicht mystifizieren will“. Nach seinem Einstieg in den früheren Fassweinbetrieb hat er seit 2006 zusammen mit dem Team auf Selbstvermarktung umgestellt. Schon der erste Jahrgang 2008 kam auch in der Sternegastronomie auf die Karte.

Der Fokus liegt auf Weißwein, vor allem der Burgunderfamilie. Die Trauben stammen aus Lagen, die sich vom Pfälzerwald über Duttweiler bis nach Kleinfischlingen ziehen. Viele Löss-Lehm-Böden sorgen für gute Wasserverfügbarkeit. Insgesamt 35 Hektar werden bewirtschaftet. Frank Spiegel setzt mit organischem Bio-Dünger und konventionellem Pflanzenschutz auf das Beste aus beiden Welten. Nicht zuletzt nutzt er modernste Technik, um „sortentypische Weine mit Substanz und Trinkfluss“ zu erzeugen, wie der Weinführer Gault&Millau urteilt.

Weingut Ellermann-Spiegel, Poststraße 3, 67483 Kleinfischlingen, Telefon 06347 8811, ellermann-spiegel.de

(Foto: Weingut Ellermann-Spiegel)

Weingut Braun: Mit einem Faible für Rotweine

Vom Weingut im Wandel, in dem man stetig dazulernt, spricht Martin Braun. Zusammen mit seinem Bruder Michael als Kellermeister führt er das Weingut, das Mitte der 1970er-Jahre aus den großelterlichen
Betrieben in Ellerstadt und Meckenheim zusammengewachsen ist. Vom unkomplizierten Wein bis zum charakterstarken Spitzenprodukt reicht die
Palette. Mit neuer Vinothek und Straußwirtschaft spricht man Endverbraucher an.

Zuvor ist in einen Holzfasskeller investiert worden, der dem Faible für Rotweine geschuldet ist. Dominierend sind neben Spätburgunder klassische Rebsorten wie Portugieser, St. Laurent und Frühburgunder, die im Holzfass reifen. Rund 40 Prozent der 38 Hektar Rebfläche sind mit roten Sorten bepflanzt. Bei den Weißweinen hat Riesling mit 30 Prozent den größten Anteil. Das Weingut Braun ist Mitglied bei „Winechanges“.

Weingut Braun, Hauptstraße 51, 67149 Meckenheim, Telefon 06326 8596, braun-wein-sekt.de

(Foto: kpg visuelle Kommunikations GmbH)

Weingut Bremer: Unbeschwerte Auszeiten

„Klein-Burgund“ nennt Kellermeister Michael Acker das Zellertal aufgrund sehr ähnlicher Klima- und Bodenbedingungen. Diese Herkunft wird in den Aromen und Geschmäckern der Bremer-Weine eingefangen. Die Philosophie: Große Weine gestalten – mit feinfühliger kellerwirtschaftlicher Begleitung, mit dem Ausbau und vor allem mit viel Zeit für die Entwicklung der Primäraromen hin zu stabilen Fruchtnoten mit Alterungspotenzial.

Die Weine sorgen so für unbeschwerte Auszeiten. Ganz besonders in der Weinbar und im Restaurant mit ambitionierter Gutsküche von Rebecca Bremer (donnerstags und freitags von 17.30 bis 22 Uhr, sonntags 12 bis 18 Uhr). Im Weingut findet jeder seinen Lieblingsplatz: mit dem Glas Sekt auf der stimmungsvollen Terrasse, einem duftigen Rosé im Liegestuhl oder einem wunderbaren Riesling unter der alten Linde im Innenhof.

Weingut Bremer, Brückenstraße 2, 67308 Niefernheim, Telefon: 06355 8639166, weingutbremer.de

(Foto: Weingut Bremer)

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