Mini-Abenteuer als Freizeittipps im Pfälzerwald

Unbekanntes erfahren, dabei neue Kleinode im Wald entdecken und gewinnen – durch die Zusendung von Selfies oder einen Vorschlag für ein weiteres „Mini-Abenteuer“ im Pfälzerwald.


Die Idee

Wenn man sich selbst kleine Entdecker-Aufgaben stellt, dann kann man die Region verblüffend neu entdecken. Das Haus der Nachhaltigkeit (HdN) und VielPfalz machen den Anfang und schlagen vier solcher Mini-Abenteuer vor.

Die Herausforderungen sollen gleichzeitig dazu inspirieren, sich eigene, kreative Aufgaben zu stellen und diese zu bestehen.

Die Aktion und das Gewinnspiel

MINI-ABENTEUER erleben – FOTO machen und/oder neues Abenteuer mailen – SCHLAUCHSCHAL geschenkt bekommen – am GEWINNSPIEL teilnehmen

• Einfach eines der vier Abenteuer erleben oder eine eigene nachhaltige Herausforderung entwickeln. Wir freuen uns über jede neue Idee, die Sie uns schicken.

• Als Dankeschön erhält jeder, der ein neues Abenteuer vorschlägt, einen Schlauchschal „Wald bewegt“, wie ihn auf dem Foto Dackel „Denni“ präsentiert.

• Machen Sie ein Selfie von sich beim "Mini-Abenteuer". Dieses Foto mit Angabe von Name und Postadresse dann an hdn@wald-rlp.de oder info@vielpfalz.de mailen. Die Fotos werden auf den Internetseiten von VielPfalz und dem Haus der Nachhaltigkeit veröffentlicht.

Unter allen, die uns ihr Foto mailen, werden am Ende fünf Bücher „Unser grünes Herz – Geschichten aus den Wäldern der Südlichen Weinstraße“ sowie fünf VielPfalz-Print-Abonnements verlost.

LAUFZEIT der Aktion bis 30. Juni 2021

Mini-Abenteuer erleben

ABENTEUER 1 | WASSER

Gigantischer Filter

Aus Pfälzer Wasserhähnen fließt, so erklären manche Wissenschaftler, ein kühles Nass, das es qualitativ mit berühmten Mineralwässern aufnehmen kann. Der Hintergrund: Die Kombination aus sehr viel Wald und Buntsandstein im Pfälzerwald wirkt wie ein gigantischer Filter.

Interessant ist dabei, dass durch den Pfälzerwald von Nord nach Süd die Wasserscheide zwischen Rhein und Mosel verläuft. Dies bedeutet, dass tief im Inneren des Waldgebirges die Quellen der Bäche liegen, die in Rheinebene, Westrich und Nordpfälzer Bergland fließen.

Herausforderung: Foto von Ihnen am Burgalbsprung. Besuchen Sie dazu auf einem Rundweg die Quellen von Speyerbach und Burgalb und verbinden Sie dies mit einem Besuch von Schindhübel- und Eschkopfturm.

ABENTEUER 2 | WALD

Das älteste Forstamt

Bei Ausgrabungsarbeiten im 19. Jahrhundert wurde auf der Heidelsburg bei Clausen (Landkreis Südwestpfalz) eine Grabplatte freigelegt, die einen Mann mit einer Axt und eine Frau mit einem Korb darstellt. Die Axt war das Symbol des römischen Forstverwalters, des „Saltuarius“. Ein gleichlautender Namenszusatz auf einer Mauerinschrift und ein entsprechendes Werkzeug wurden ebenfalls in der Nähe der Anlage gefunden.

Nach Auffassung der Archäologen handelt es sich dabei um das älteste bekannte Indiz für eine Waldadministration in der Spätantike im Bereich des heutigen Deutschlands. Mit einem Augenzwinkern wird die Heidelsburg deshalb auch gerne als das älteste Forstamt Deutschlands bezeichnet.

Herausforderung: Foto von Ihnen an der Replik der Grabplatte des Saltuarius. Machen Sie einen Ausflug und besuchen Sie die Heidelsburg bei Clausen.

ABENTEUER 3 | LICHT

Nach den Sternen greifen

Industrialisierung und Zersiedelung sorgen dafür, dass nur noch an wenigen Orten in Europa nach Sonnenuntergang natürliche Dunkelheit herrscht. Der Pfälzerwald jedoch weist Gebiete mit nahezu natürlichen Nachtlandschaften und einem sternenreichen Himmel auf.

Diese Gebiete sind nicht nur schön, sondern wichtig und wertvoll, weil sie Lebensraum für zahlreiche tag- und nachtaktive Tiere und Pflanzen bieten.

Das Projekt „Sternenpark Pfälzerwald“ will solche Gebiete erhalten und fördern, damit Mensch und Natur profitieren und der Blick in den Sternenhimmel als Kulturgut für folgende Generationen erhalten bleibt.

Die Gemeinde Rumbach hat sich für eine Umstellung auf eine sternen- und somit auch tierfreundliche Beleuchtung entschieden und wird als erste „Gemeinde unter den Sternen" ausgezeichnet.

Herausforderung: Foto oder Selfie von Ihnen vor der Christuskirche in Rumbach (Landkreis Südwestpfalz). Der Ort ist Ausgangspunkt für reizvolle Wanderungen oder Spaziergänge, z.B. auf dem Panoramaweg.

ABENTEUER 4 | KLIMA

Mit der Bahn ins Grüne

Die Natur ohne Hast und Hetze im unendlichen Grün des Pfälzerwaldes zu erleben, entspannt die Seele. Besonders in der Freizeit bietet es sich bei Ausflügen an, die Ausgangs- und Endpunkte so zu planen, dass Bahnhöfe genutzt werden. So kommt zur Erholung hinzu, dass auch der Verkehr auf den Straßen reduziert und damit das Klima geschont wird. Das wiederum ist gut für den Wald, denn jede Form von Klimaschutz ist bester Waldschutz.

Herausforderung: Foto von Ihnen mit Fahrrad beim Einsteigen oder der Fahrt mit der Bahn. Planen Sie dazu eine Radtour zwischen den Strecken von Ludwigsbahn und Queichtalbahn oder – gemütlicher – auf einer der Strecken der Radkarte Pfalz.

Abenteurer, die sich auf den Weg gemacht haben

Mini-Abenteuer – neue Vorschläge

Diese Abenteuer-Vorschläge stammen aus Einsendungen, die VielPfalz oder das Haus der Nachhaltigkeit erreicht haben.  Vielen herzlichen Dank an alle, die sich mit ihren Ideen beteiligen und damit aufrufen, die Pfalz zu entdecken!

Skulpturen auf dem Alten Friedhof in Pirmasens.

Alter Friedhof in Pirmasens

Der im 18. Jahrhundert angelegte Friedhof in Pirmasens ist heute ein schöner Park, der zum Schlendern und Entdecken einlädt. Im Frühjahr verwandeln sich viele Flächen in ein blühendes, duftendes Bärlauchmeer. Der ganze Park ist ein Stück Zeitgeschichte. Es gibt zum Beispiel Info-Tafeln zum Judenfriedhof und zu besonderen Grabmälern, die gerade durch einen Steinmetz fachkundig restauriert werden. Der Alte Friedhof in Pirmasens ist zudem Teil des „Skulpturenwegs“ Rheinland-Pfalz, auf dem sich zehn Künstler mit modernen Figuren aus Sandstein verewigt haben.

Die Idee für dieses Mini-Abenteuer und das Foto stammen von Heike Wittmer aus Pirmasens.

Grenzstein Graefensteiner Linie.

Historische Grenzsteine

Abseits von touristischen Hauptstrecken und dennoch achtsam auf Waldwegen unterwegs, sind Wanderer bei diesen Grenzsteintouren, die das Ehepaar Marliese und Hans-Dieter Leonhardt zusammengestellt hat.

"In dieser verrückten Zeit habe ich zusammen mit meiner Frau ein weiteres Abenteuer im Wald entdeckt: historische Grenzsteine. Auf oft verborgenen Wegen gehen wir Grenzverläufe ab und fotografieren und archivieren die Steine", schreibt Hans-Dieter Leonhardt. Eine unglaubliche Vielfalt mit interessanter Geschichte tue sich dabei auf.

Die Ideen zu den Strecken sowie einige spannende Grenzsteine und die Bedeutung ihrer Inschriften sind hier zu finden: Grenzstein-Touren in der Pfalz.

Die Idee für dieses Mini-Abenteuer und das Foto stammen von Marliese und Hans-Dieter Leonhardt aus Kaiserslautern.

Auwiesen am Kaiserbach.

Naturoasen zwischen Eschbach, Rothenberg und Göcklingen

Besonderheiten dieser Tour:

• abwechslungsreiche Landschaften inmitten von Wald, Wildwiesen und Weinbergen, häufig mit anschaulichen Erklärtafeln

• Chance auf zahlreiche tierische Begegnungen

• Besichtigung einer der größten Burganlagen der Pfalz, der Madenburg

Start und Ziel: Parkplatz am Friedhof in Eschbach

Länge: ~15km (ohne den Madenburg-Abstecher ~12km), familienfreundlich, keine allzu starken Steigungen

Eine ausführliche Beschreibung der Tour finden Sie hier: Naturoasen bei Eschbach.

Die Idee für dieses Mini-Abenteuer und das Foto (Auwiesen am Kaiserbach) stammen von Thomas und Ina Ohlhorst aus Leinsweiler.

Mysteriöser Wächterstein am Schletterberg.

Wandertour über Schletter- und Hämmelberg mit Entdeckung des „Wächtersteins“ oberhalb Leinsweilers

Besonderheiten dieser Tour:

• sportliche Wandertour durch ursprüngliche und unberührte Waldlandschaft und auf schmalen Pfaden durch Wald und Wiese

• tierische Begegnungen, fantastische Fernblicke und gemütliche Rastmöglichkeit

•Entdeckung einer mysteriösen Felsenkultstätte mitsamt rätselhaften Petroglyphen

Start und Ziel: Hotel Leinsweiler Hof

Länge: ~ 9km, Höhenmeter: ~ 300, Schuhwerk mit Profil für den steilen Abstieg empfehlenswert

Eine ausführliche Beschreibung der Tour finden Sie hier: Wächterstein auf dem Schletterberg.

Die Idee für dieses Mini-Abenteuer und das Foto stammen von Thomas und Ina Ohlhorst aus Leinsweiler.

Die Perspektive wechseln


„Die Aktion Mini-Abenteuer kann für einen physischen und psychischen Perspektivwechsel sorgen, der nicht nur in Pandemie-Zeiten gefragt ist“, erklärt Michael Leschnig, Leiter des HdN. Zum einen hilft es Mensch und Natur grundsätzlich, wenn sich im Erholungsraum Wald nicht alle an wenigen Stellen gleichzeitig treffen.

Zum anderen, so Leschnig, zeige zum Beispiel die Klimaschutz-Diskussion häufig, „dass wir in eine Sackgasse geraten sind“. Hier helfe es, Routinen zu durchbrechen, „über die man einfach nicht mehr nachdenkt“. So könne man beispielsweise statt mit dem Auto auch mit der Bahn zur Wanderung oder Radtour starten.

Wer die Herausforderungen der „Mini-Abenteuer“ meistert, gewinnt also gleich mehrfach: Er lernt neue Orte kennen, erfährt Wissenswertes und kann noch dazu am Gewinnspiel teilnehmen.

Fotos: Haus der Nachhaltigkeit/Perabo, Landesforsten.de/Helena Naumer, Bastian Allmoslöchner, Ralf Weber, Sasha Suzi/Stockphoto.com

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