Glanrindwochen am Donnersberg

Glanrinder sind unterwegs in hügeligem Gelände. Das Fleisch der Tiere ist so ein naturbelassenes, regionales Qualitätsprodukt. Bei den Glandrind-Wochen servieren Restaurants mehr als nur schmackhafte Steaks.



Leckere Landschaftspfleger

Die Landschaft rund um das Glantal ist eine hügelige Angelegenheit. Eine wunderschöne, etwas ungestüme, mit saftig grünen Wiesen obendrein. Für die Bauern der Region bedeutete dies lange Zeit, dass sie ein Vieh brauchten, das der Umgebung angepasst und sehr widerstandsfähig war. Im 18. Jahrhundert verordnete Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken, dass das vorhandene rote Landvieh züchterisch verbessert werden müsse. Das Ergebnis waren die Glanrinder, die als Arbeitstiere Wagen zogen und das Weideland am Fluss von Büschen und Bäumen befreiten, eine gute Milchleistung erbrachten und durch die hervorragende Bemuskelung eine ausgezeichnete Fleischqualität lieferten.

Verschiedene Glanrind-Gerichte

Heute wird das robuste Glanrind wieder als Landschaftspfleger in der Pfalz eingesetzt. Die Züchtung der in den 1980er-Jahren fast ausgestorbenen Rasse lohnt sich aber nur, wenn auch das Fleisch vermarktet werden kann. Als Passagier der Slow Food-Arche wird seit 2007 genau das in den Vordergrund gestellt und seit über einem Jahrzehnt finden die Donnersberger Glanrindwochen statt. Teilnehmende Restaurants kreieren in dieser Zeit verschiedene Glanrind-Gerichte für ihre Gäste. Jedes Restaurant bekommt ein halbes Glanrind geliefert, das komplett verarbeitet wird. „Slow Food ist eine Verbindung zwischen Ethik und Genuss und gibt dem Essen seine kulturelle Würde zurück“, sind die langjährigen Unterstützer Stefan und Margit Klinck vom Waldhotel Felschbachhof in Ulmet überzeugt. Sie sind wieder bei den diesjährigen Glanrindwochen dabei. Alle weiteren Teilnehmer finden sich auf der Webseite von Slow Food unter der Regionalgruppe Donnersberger Land-Glantal. [ayß]

Info: Donnersberger Glanrindwochen, Samstag, 5. März, bis Sonntag, 20. März

Auftaktveranstaltung: Samstag, 5. März, 18.15 Uhr, Hotel/Restaurant Bastenhaus in Dannenfels, 4-Gangmenü rund um das Glanrind von Küchenchef Patrick Stollhof

Abschlussmenü: Sonntag, 20. März, 12 Uhr, Restaurant Mühle am Schlossberg in Wartenberg-Rohrbach, das Küchenteam von Anja Scharff mit Chefkoch Michael Krennrich wurde auch 2021 in den Genussführer von Slow Food Deutschland aufgenommen.

Foto: Karlfried Simon/Bainerhof

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