Ihr Lieblingsrezept 2018

„Pfälzers Liebling – Vielfältige Rezeptideen“ hieß unsere Kolumne, in der wir Ihnen, den Leserinnen und Lesern, im Jahr 2018 einen festen Platz eingeräumt haben. Wir haben uns riesig über Ihre zahlreichen Vorschläge gefreut und wünschen Ihnen gutes Gelingen beim Nachkochen der schönen Rezepte.


Auch im Jahr 2019 wartet eine spannende neue Rubrik zum Thema "Kochen" auf Sie - im Januar werden wir sie Ihnen vorstellen.

Bis dahin eine gute Zeit und viel Inspiration in der Küche!

 

Mürbesternchen mit Butterkaramell

Britta Westrich liebt die Pfalz, weil sie sich zwischen Weinreben, Feigenbäumen und zartem Salat wie im Paradies fühlt. Die Leidenschaft für das Kochen und Selbermachen begleitet sie, seit sie denken kann. Mit ihrem Foodblog „Kamafoodra“ möchte sie andere Menschen für die frische, saisonale Küche begeistern.

Zutaten für etwa 22 Sterne:

Für den Teig: 200 g Mehl, 130 g Butter, 65 g Puderzucker, 65 g geschälte, gemahlene Mandeln, 1 Eigelb, Größe L, 1 Prise Salz, das Mark einer halben Vanilleschote, Puderzucker zum Bestäuben. 

Für das Salzbutterkaramell: 100 g Zucker, 80 ml Sahne, 35 g gesalzene Butter, kalt und in Stückchen geschnitten, 1/4 TL Fleur de Sel.

Zubereitung: 

Für das Salzkaramell zunächst die Sahne erwärmen. Parallel den Zucker in einem kleinen Topf schmelzen lassen – wenn er eine helle, goldbraune Farbe bekommen hat, ist er fertig. Die warme Sahne dazugeben und ein Weilchen rühren, bis sich alles gut verbunden hat. Zum Schluss die Butter unterrühren und das Fleur de Sel hinzugeben.

Für den Teig die Butter mit Puderzucker und einem Eigelb schaumig schlagen. Mit Mandeln, Mehl und dem Mark der Vanilleschote rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kühlen.

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Dann den Teig – am besten portionsweise – etwa zwei Millimeter dick ausrollen und Sterne ausstechen. Die Hälfte davon erneut mit einem kleineren Stern in der Mitte ausstechen. Auf der mittleren Schiene des Ofens für zehn bis zwölf Minuten hellgelb backen. Auskühlen lassen und die Sterne mit Loch mit Puderzucker bestäuben. Auf jeden „ganzen“ Stern einen Klecks Butterkaramell geben und danach die bereits bestäubten Deckel daraufsetzen.

Pälzer Keschde-Cremesupp’

Helmut Warth ist promovierter Maschinenbau-Ingenieur und lebt in Ludwigshafen. Aufgrund seiner familiären Wurzeln kochte er jahrelang eher bayerisch und schwäbisch. Bis zu dem Tag, an dem er seine Frau, eine gebürtige Ludwigshafenerin, kennenlernte. Mittlerweile liebt er die traditionelle Pfälzer Küche. Gemeinsam mit seiner Schwiegermutter arbeitet er derzeit an einem Kochbuch, das alle Pfälzer Lieblingsrezepte der Familie enthalten soll.

Zutaten (für sechs bis acht Personen): 500 g geschälte Kastanien, 1 l Gemüsebrühe, 2 bis 3 mittelgroße Zwiebeln, 300 ml Pfälzer Riesling (trocken), 2 EL Mehl, 200 bis 400 ml Sahne (je nach Geschmack).

 

Zubereitung: Die Kastanien mit einem scharfen Küchenmesser von ihrer äußeren harten Schale befreien. Dann für ein paar Minuten in einen Topf mit heißem Wasser legen, danach die Haut abziehen. Alternativ bereits vorgegarte und geschälte Kastanien verwenden.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Anschließend in einem Suppentopf mit etwas Butterschmalz glasig anschwitzen, mit ein bis zwei Esslöffeln feinem Mehl bestäuben und zu einer Mehlschwitze verarbeiten. Mit dem Riesling ablöschen und unter leichtem Rühren abbinden. Die Gemüsebrühe hinzugeben und die Kastanien darin für circa 15 bis 20 Minuten weichkochen. Dann mit einem Stampfer zunächst in kleine Stücke zerdrücken, danach mit einem Pürierstab fein pürieren.

Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe einen kurzen Moment lang abkühlen lassen, dann unter Rühren die Sahne hinzugeben. Die Suppe sollte dann nochmals auf dem Herd auf Serviertemperatur gebracht werden, jedoch nicht mehr kochen. Zum Schluss eventuell noch mit etwas Salz abschmecken.

Dazu passen gebackener Frühstücksspeck und Weißbrot mit gesalzener Butter. Der trockene Riesling, der zum Ablöschen benutzt wurde, eignet sich auch wunderbar als Essensbegleiter.

Weitere Lieblingsrezepte

Thailändische Krautwickel

Pfälzer Klassiker, asiatisch interpretiert: Eva Wagner (32) ist in Gönnheim aufgewachsen, lebt und arbeitet in Kaiserslautern. Sie liebt es, zu kochen. Ihre kreativen Rezepte teilt sie auf ihrem Blog evchenkocht.de mit anderen.

Zutaten (für zwei bis drei Personen) für die Soße: 2 EL Sesamöl, 1/2 rote Zwiebel, 4 kleine Knoblauchzehen, 1 frische Zitronengrasstange, 1 Stück Ingwer (daumengroß), 4 Frühlingszwiebeln mit Grün, 500 g stückige Tomaten aus der Dose, 400 ml Kokosmilch (Dose, ungesüßt), 1 unbehandelte Limette, 1 kleine rote Thai-Chili, 1 EL Fischsoße, ein paar Spritzer Sojasoße, 1 TL Salz.

Zutaten für ca. 7 Kohlrouladen: 14 große Blätter frischer Chinakohl, 300 g frisches Schweinehackfleisch, 300 g Riesengarnelen (gekocht, mit Schale gewogen), 4 EL Panko oder Semmelbrösel, 1 Ei (Größe M), 1/2 Bund Thai-Basilikum, 1/2 Bund Koriandergrün, 1 EL Fischsoße, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 2 EL Sesamöl, Küchengarn zum Verschnüren.

 


Zubereitung: Thai-Basilikum und Koriandergrün waschen, trocken tupfen und fein hacken. Die Garnelen schälen, vom Darm befreien und fein hacken. Hack, Garnelen, Thai-Basilikum, Koriandergrün, Panko, Ei und Fischoße miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen, kühl stellen.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in feine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Das Ingwerstück schälen und fein hacken. Die Zitronengrasstange von den harten äußeren Blättern befreien und fest mit einer Pfanne oder einem Fleischklopfer bearbeiten, sodass sie aufbricht, aber im Ganzen bleibt. Die Thai-Chili putzen, die weißen Kerne entfernen. Die Schote in hauchfeine Ringe schneiden. Zwei Esslöffel Sesamöl erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel anschwitzen. Zitronengras, Ingwer und Frühlingszwiebeln nach ein paar Minuten zugeben und mitbraten. Chiliringe zugeben und mit Tomaten und Kokosmilch ablöschen. Alles einmal kräftig aufkochen lassen, mit Fisch- und Sojaoße würzen. Die Limette auspressen und den Saft und die ausgepressten Schalen zugeben. Die Soße nach Bedarf salzen und beiseitestellen.

Die Chinakohlblätter vorsichtig vom Kohl lösen. Von der mittleren, harten Rippe so viel wie möglich keilförmig entfernen. Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen und die Blätter etappenweise für jeweils zwei Minuten blanchieren. Vorsichtig mit einer Siebkelle herausheben und sofort unter fließendem kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen. Sieben der Chinakohlblätter auf der Arbeitsfläche ausbreiten, jeweils ein weiteres Blatt darauflegen. Die Füllung auf die Blätter verteilen und aufrollen. Die Seiten einschlagen und mit dem Küchengarn wie ein Päckchen verschnüren.

Den Ofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen Bräter stark mit Sesamöl erhitzen. Die Kohlrouladen von allen Seiten scharf anbraten. Sobald die Rouladen ausreichend angebraten sind, die Soße dazugießen. Den Deckel auf den Bräter setzen und im vorgeheizten Ofen circa 40 Minuten auf mittlerer Schiene garen. Dazu passt Reis.

 

Tirami Susi


Über die Köche: Maja (12) und Jakob (9) aus Deidesheim lieben Tiramisu. Weil ihre Mama Susanne Nett ihnen statt Likör und Espresso einen Orangensaft zum Beträufeln der Löffelbiskuits gibt, ist die italienische Nachspeise auch für Kinder geeignet und heißt deshalb bei den beiden auch „Tirami Susi“. Noch besser schmeckt die Kombination aus Biskuit und Creme mit Pfälzer Erdbeeren. Maja und Jakob meinen: „Die schmecken so toll süß.“ Naschen wird daher dringend empfohlen.

Zutaten: 200 ml Orangensaft, 4 Eigelb, 80 g Zucker, ½ Vanilleschote, 500 g Mascarpone, 150 g Löffelbiskuits, Kakaopulver (ungesüßt), 200 g Pfälzer Erdbeeren, 1 EL Vanillezucker

 

Zubereitung: Eigelb und Zucker schaumig schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend das Mark der halben Vanilleschote dazugeben. Mascarpone nach und nach unterrühren. Löffelbiskuits mit Orangensaft tränken. Die Erdbeeren waschen und in Scheiben schneiden, mit Vanillezucker bestreuen, kurz vermischen und ziehen lassen.

Die Hälfte der Mascarponecreme in kleine Gläser oder eine Schüssel geben und glattstreichen. Löffelbiskuits und Erdbeeren darauf verteilen und mit der Mascarponecreme bestreichen. Alles mit Löffelbiskuits bedecken und für eine Zeit in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben.

Pfälzische Rinderrouladen

Zutaten für zwei Personen: 2 Rinderrouladen, 2 mittelgroße Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer (am besten aus der Mühle), mittelscharfer Senf, 8 Scheiben roher Schinken, Essiggurken nach Bedarf, Butterschmalz, 1 Flasche kräftigen Pfälzer Rotwein, 1 Stück Butter, eisgekühlt, Kreuzkümmel, Thymian (am besten frisch)

Und so wird's gemacht: Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen und klein würfeln. Rouladen mit einem Fleischklopfer klopfen, die geklopfte Seite salzen und pfeffern. Wenden und nochmals klopfen. Diese Seite dann mit Senf bestreichen und mit drei Scheiben rohem Schinken belegen. In der Mitte einen Streifen aus gewürfelten Zwiebeln und Knoblauch legen, darauf je nach Geschmack noch ein bis zwei Essiggurken. Die Rouladen an den langen Seiten etwas nach innen einklappen und von der kurzen Seite aufrollen. Mit Zahnstochern verschließen.

In einer großen Pfanne (mit Deckel) etwas Butterschmalz erhitzen und dann die Rouladen auf der Zahnstocher-Seite als erstes, später dann rundherum anbraten. Zusätzlich noch zwei Scheiben rohen Schinken in die Pfanne legen und ausbraten.

Dann das Fleisch mit einem Viertelliter kräftigem Pfälzer Rotwein ablöschen, einkochen lassen und mit Wasser auffüllen.

Auf kleiner Flamme für mindestens eineinhalb bis zwei Stunden mit Deckel schmoren lassen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und zur Seite legen. Den Sud durch ein Sieb gießen, wieder zurück in die Pfanne geben und dann mit einem Stück eiskalter Butter die Soße binden. Eine Prise Kreuzkümmel und einen Zweig Thymian dazugeben, Rouladen in die Soße legen und alles noch mal aufkochen. Als Beilage passen Kartoffelknödel und ein Feldsalat.

Über den Koch: Schon als Kind hat Tom Nitzsche die Rouladen seiner Mutter geliebt. Heute macht er sie selbst und denkt dabei gerne an seine Kindheit zurück. Der 47-jährige Hobbykoch lebt in Maikammer. Beruflich hat er mit dem Thema Genuss zu tun: Alle 14 Tage moderiert er bei Radio RPR1 die Sendung „Lust auf Genuss“.

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