LEIDER AUSVERKAUFT . Weinpaket Pfälzer Bouquet 2020

Sie sind gespannt, wie vielfältig sich der neue Weinjahrgang im Glas präsentiert? Oder Sie möchten einfach wissen, wie unterschiedlich Weine aus der Pfalz schmecken? Bei diesen sechs Tropfen bekommen passionierte und neue Weinentdecker gleichermaßen Frühlingsgefühle.


Die sechs Weingüter, allesamt keine Unbekannten auf dem Deutschen Weinparkett, haben den 2020er-Jahrgang schön individuell in Szene gesetzt. Der eine Wein, ein Lagen-Riesling, strahlt Pfälzer Authentizität aus. Der andere, ein Sauvignon Blanc, zeigt: „Ich gehöre in die Pfalz.“ Der edle Gewürztraminer Spätlese zeugt von viel Selbstbewusstsein, ohne überladen zu sein. Das Weißwein-Cuvée spielt mit Säure und Süße, während der Rosé-Wein so manchen bekehren wird und im harmonischen Weißburgunder geht nicht nur das Herz des Winzers auf.

Das Weinpaket „Pfälzer Bouquet 2020“ repräsentiert die Pfalz von Nord nach Süd, es ist ein „bunter Strauß nach Pfälzer Art“, den Sie ab sofort in unserem Onlineshop finden. Sechs Weine begegnen Ihnen beim ersten Kontakt im Glas mit ihren animierenden Düften.

Sommelière Sybille Bultmann gefällt der animierende Duft der sechs Pfälzer Bouquet-Weine. Foto: Melanie Hubach

Sommelière Sybille Bultmann vom Restaurant Atable in Ludwigshafen, das 2020 vom Deutschen Weininstitut in den Kreis der besten deutschen Weingastronomen aufgenommen wurde, hat die Weine für VielPfalz verkostet und beschrieben.

Wer lesen möchte, was ihn oder sie im Glas erwartet, für den gibt es HIER die ausführliche Expertise zu den Weinen.

Sommelière Sybille Bultmann gibt außerdem Tipps, welche Speisen mit den sechs Weinen aus dem Weinpaket "Pfälzer Bouquet 2020" gut harmonieren:

2020 Riesling Forster Stift "Erste Lage" trocken
Weingut Lucashof, Forst

→ zu einem Saumagen-Carpaccio mit Radieschensalat

2020 Gewürztraminer Spätlese (bio)
Weingut Krebs, Freinsheim

→ harmoniert mit einer würzigen Fleischpastete oder mit einer Käseauswahl

2020 Weißburgunder trocken (bio)
Weingut Gabel, Herxheim am Berg

→ begleitet Geflügel oder einen Süßwasserfisch wie Forelle gut

2020 Laumersheimer Sauvignon blanc trocken
Weingut Zelt, Laumersheim

→ passt zu Frühlingssalat mit Wildkräutern und Ziegenkäse

2020 Cuvée Drei Schwestern feinherb
Weingut Weegmüller, Neustadt an der Weinstraße

→ zu asiatisch gewürzten Gerichten mit etwas Schärfe, etwa durch Ingwer, ausschenken oder zu einer Leber nach Berliner Art

2020 Rosé trocken
Weinhof Scheu, Schweigen

→ zum Angrillen oder zu einer Quiche mit Paprika und anderen mediterranen Gemüsen

Die Weingüter stellen sich vor

Weingut Lucashof: Eine elegante Art

Forster Ungeheuer, Pechstein und Stift: Das sind Lagennamen, die jeden Weinkenner gedanklich das Glas schwenken lassen. Das sind Weinberge an der Mittelhaardt, die das Weingut Lucashof mit Stolz bewirtschaftet. Das sind vielfältige Böden, die für eine Rebsorte prädestiniert sind: für Riesling. Hier findet die Winzerfamilie Lucas das Terroir, das sie für ihre schlanken, eleganten Rieslinge benötigt. Der 2020er-Jahrgang mit geschmacklich reifen Trauben ohne übertriebenen Zuckergehalt lässt laut Winzer Philipp Lucas Träume von feinen Rieslingen mit überzeugendem Lagencharakter wahr werden. Jede gute Winzer-Wein-Beziehung basiert auf dem respektvollen Umgang mit dem Weinberg. Biozertifiziert zu arbeiten, sei daher schon lange selbstverständlich. Zum Weingut gehören eine moderne, einladende Vinothek sowie ein stilvolles Landhotel.

Weingut Lucashof, Wiesenweg 1a, 67147 Forst an der Weinstraße, Tel. 06326 336, lucashof.de

(Foto: Lena Geib Fotographie)

Weingut Scheu: Über Grenzen hinausdenken

Er ist im doppelten Sinne Grenzgänger: Klaus Scheu pendelt täglich zwischen der Pfalz und dem Elsass, wo ein Großteil seiner Reben wächst. Und er denkt über Grenzen hinaus, will Neues ausprobieren. Zusammen mit Vater Günter und Schwester Bärbel hat er den 1964 gegründeten Betrieb nach und nach zur heutigen Größe mit 14 Hektar entwickelt. Traditionell spielen Riesling und Weißburgunder die Hauptrolle. Auf Muschelkalk, Sand- und Lehmböden wachsen aber auch nach französischem Vorbild vinifizierter Chardonnay sowie Grauburgunder, Gewürztraminer und Spätburgunder. Hinzu kommt – nomen est omen – eine lange Tradition mit Scheurebe. Die Weine von rund 40 Jahre alten Reben überzeugen durch eine feine Säure. Im Weingut setzt man getreu des Leitsatzes „die Qualität der Weine beginnt im Weinberg“ auf intensive Handarbeit von der Pflege bis zur selektiven Lese.

Weinhof Scheu, Hauptstraße 33, 76889 Schweigen-Rechtenbach, Tel. 06342 7229, weinhof-scheu.de

(Foto: Weingut Scheu)

Weingut Zelt: Premiere im Weinkeller

Ein Weingut steht Kopf. Überall wird gebohrt, geschraubt, gehämmert. Dann ist Herbst. Lesebeginn. Die Trauben eines super 2020er-Jahrgangs fahren in das neu errichtete Kelterhaus ein. Als Winzer und Bauherr ist das ein Gefühl des Stolzes, der Erleichterung und der Vorfreude. Mario Zelt hat in neue Gebäude und Technik investiert, den Bestand rundum renoviert. Das sind ideale Voraussetzungen, um als Weinmacher qualitativ noch besser und als „Fair & Green“-Betrieb noch nachhaltiger zu arbeiten. Durch den Anspruch, „immer das Bestmögliche aus den Rebsorten zu erzielen“, spielen die Weine quer durch die Sortenbank in der ersten Liga. Am Sauvignon Blanc zeigt sich die Entwicklung der vergangenen 18 Jahren. War er anfangs Neue-Welt-stylisch, plakativ und kurzlebig, ist er heute frankophiler und stilistisch mit seiner Aromastrahlkraft beständig.

Weingut Zelt, Binsenstraße 2, 67229 Laumersheim, Tel. 06238 3281, weingutzelt.com

(Foto: Weingut Zelt)

Weingut Krebs: Eigener Stil mit Tiefe

Weinen die nötige Zeit geben, heißt die Philosophie von Jürgen Krebs. Der Winzer will im bio-zertifizierten Betrieb durch einen „Stil mit Tiefe“, dass Weine über Jahre glänzen können. Dazu gehört für ihn, konsequent auf Qualität zu setzen und nicht jeder Mode hinterher zu rennen. Auf 20 Hektar Rebfläche wachsen je zur Hälfte weiße und rote Rebsorten. Böden mit Sand, Kies, Löss, Lehm und Kalk sorgen mit für individuelle Weine. Schwerpunkt der Weißweine ist mit rund 30 Prozent der Riesling. Bei den Rotweinen steht mit rund 25 Prozent der Spätburgunder im Fokus. „An diese Rebsorte habe ich fast mein Herz verloren“, sagt Krebs. Der Reiz: Beim Spätburgunder muss man, damit es am Ende passt, von Anfang an wissen, was man will. Gewürztraminer, die einzige süße Rebsorte im Sortiment, ist für Krebs eine edle Spezialität, die sich sehr wertig und nicht überladen präsentiert.

Weingut Krebs, Großkarlbacher-Straße 10, 67251 Freinsheim, Tel. 06353 3149, weingut-krebs.eu

(Foto: Melanie Hubach)

Weingut Gabel: Die Burgunderliebe

Oliver Gabel und Weißburgunder. Ein Winzer und seine Rebsorte. „Ich liebe sie einfach.“ Inzwischen ist Weißburgunder die am meisten angebaute Rebsorte des Familienbetriebs, der in der 13. Generation Weinbau in Herxheim am Berg betreibt. Neben Weißburgunder sind auch alle anderen Burgundersorten eine Herzensangelegenheit. Schnörkellos klar und von mineralischem Charakter sind die Weine unter Oliver Gabels Regie. Ein Großteil bekommt seinen letzten Schliff im Holzfasskeller aus dem 19. Jahrhundert. Die Kunst des subtilen Holzfass-Ausbaus wurde in der Familie von einer zur nächsten Generation genauso weitergegeben wie die Liebe zur Natur. Aus dem 2019er-Jahrgang hat das Weingut die ersten offiziellen Bio-Weine vinifiziert. Dieser und der 2020er seien außergewöhnliche Jahrgänge, bei denen die Weintrauben zur Lese wie gemalt da hingen.

Weingut Gabel, Weinstraße 45, 67273 Herxheim am Berg, Tel. 06353 7462, weingut-gabel.de

(Foto: Andreas Durst)

Weingut Weegmüller: Weine mit Frauenpower

Als erste Frau in einer Männerdomäne ist Stefanie Weegmüller-Scherr seit über 30 Jahren Kellermeisterin im Weingut Weegmüller. Unterstützung bekommt sie von Schwester Gabriele Weegmüller, die sich um Marketing, Vertrieb und Kunden kümmert. Das Weingut konzentriert sich auf 15 Hektar Rebflächen hauptsächlich auf weiße Rebsorten. Den größten Anteil hat dabei der König der Rebsorten, der Riesling. Burgunder, Scheurebe, Gewürztraminer, Silvaner und Rieslaner ergänzen das Sortiment. Gutsweine werden in Literflaschen abgefüllt und sind fruchtige, spritzige Weine für den täglichen Genuss. Die Reben für die Charakterweine, die durch Sortentypizität bestechen, wachsen in klassischen Lagen. Die Terroirweine sind durchweg aus Großen Gewächslagen mit mindestens 40 Jahre alten Reben. Die Cuvée „Drei Schwestern“ im Paket ist eine Hommage an die 2012 verstorbene Schwester Michaela.

Weingut Weegmüller, Mandelring 23, 67433 Neustadt-Haardt, Tel. 06321 83772, weegmueller.de

(Foto: Weingut Weegmüller)

Text: ayß/dot, Fotos (falls nicht anders gekennzeichnet): VielPfalz

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