Ausgebloggt: Yannika verziert

Bei Ausgebloggt stellen sich Pfälzer Blogger vor, die sich mit Genuss in all seinen Facetten beschäftigen. Diesmal: Yannika Hechts Backblog Zuckerstube.



Wo wäre ich jetzt, wenn ich nach der Schule eine Konditorausbildung gemacht hätte? Könnte ich mit Mitte 20 noch Konditorin werden? Hätte ich noch Spaß am Backen, wenn ich es beruflich machen würde? Bevor ich meinen Backblog „Zuckerstube“ startete, waren meine Gedanken von diesen vielen Konjunktiven geprägt. Sie kamen mir immer dann in den Sinn, wenn ich spät nach der Arbeit noch Schnörkel aus Schokolade auf meine Kuchen am Stiel gezeichnet habe, wenn ich am Wochenende Stunden damit verbracht habe, Rosen aus Spritzglasur zu fertigen oder Männchen aus der Zuckermasse Fondant zu kneten. Es ist bequem, sich in diesen was-wärewenn-Gedanken zu verlieren, sie lassen Ausreden und Ausflüchte zu. Das Internet tut das nicht. Das Internet, der Traum-Verwirklicher unserer Zeit, fragt nicht nach Meisterbriefen oder Startkapital. Es ruft einfach nur: „Mach doch einfach.“

Und so habe ich es getan. Seit Februar backe ich nicht mehr nur, ich dokumentiere es auch im Internet; spezialisiert habe ich mich auf das kunstvolle Dekorieren von Keksen. Dabei verziere ich einfache Butterkekse aufwändig mit einer Spritzglasur, wie man sie von Lebkuchenherzen vom Jahrmarkt kennt. Ich habe mir in den vergangenen Jahren verschiedene Techniken beigebracht, die ich Schritt für Schritt auf meiner Internetseite erkläre. Mal ist es die nass-in-nass-Technik, bei der ein Muster entsteht wie auf Großmutters Porzellantassen, oder die Tafeloptik, bei der ich mit dunklem Zuckerguss und weißem Pinsel kleine, essbare Schultafeln herstelle.

Langweilig wird das Dekorieren nie, es gibt immer wieder etwas Neues: Wie die Kekse im Strandlook, die ich mit kleinen Flip Flops und Wellengang eigens für den Sommer kreiert habe. Zu meinen Werken stelle ich kurze Videos und jede Menge Fotos und begebe mich damit in den Wettkampf um Klicks und Kommentare.

Doch die tollsten Rückmeldungen bekomme ich fernab des Internets: Freudenschreie, wenn ich mit der Keksdose ins Büro komme, leere Keksteller, obwohl sie doch eigentlich „viel zu schön zum Essen“ waren, Fragen, ob ich Kurse geben könnte, oder die Bitte, die Konfirmation des Kindes mit Namenskeksen auszustatten. Und ich denke mir: „Mach doch einfach.“

Die Autorin

Yannika Hecht wurde zwar 1991 in München geboren, hat aber in der Pfalz ihre Heimat gefunden. Wenn sie nicht gerade backt und verziert, ist sie leidenschaftliche Journalistin. Das Backen trat mit der ersten eigenen Küche in ihr Leben. Die Backwerke postet sie samt Schritt-für-Schritt-Anleitung unter www.zuckerstube-blog.de.

 

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